Jugendgemeinderat

Aus TUEpedia
Wechseln zu:Navigation, Suche
Diesem Artikel fehlen Bilder. Wenn du Zugang zu passenden Bildern hast, deren Copyright-Bedingungen es erlauben, sie im Stadtwiki zu verwenden, dann lade sie doch bitte hoch.

Der Jugendgemeinderat in Tübingen wurde 1999 gegründet. Dem Tübinger Jugendgemeinderat kommt die kommunale politische Vertretung der Jugendlichen der Stadt Tübingen zu. Der derzeitige Jugendgemeinderat kam am 27. Oktober 2013 zu seiner konstituierenden Sitzung zusammen. Das Büro des Jugendgemeinderates befindet sich im Epplehaus Tübingen.


Rechte und Aufgaben[Bearbeiten]

Wie andere Jugendgemeinderäte arbeitet auch der Jugendgemeinderat Tübingen mit dem Oberbürgermeister und dem Gemeinderat zusammen. Eine Besonderheit des Jugendgemeinderats ist, dass er neben einem Rede- und Anhörungsrecht auch seit 2009 über ein indirektes Antragsrecht im Gemeinderat der Stadt Tübingen verfügt.


Zehnjähriges Bestehen[Bearbeiten]

Am 24. April 2009 wurden beim Empfang im Tübinger Rathaus Gründungsmitglieder und ehemalige Aktive des Jugendgemeinderats eingeladen. Zur Feier erschienen Gäste aus ganz Baden-Württemberg. Ausserdem fand vom 24.-26. April 2009 das große Dachverbandstreffen mit Jugendgemeinderratsvertreterinnen und -vertretern aus dem Südwesten anlässlich des Tübinger Jubiläums in der Universitätsstadt statt. Auf dem Programm standen ausserdem Musik- und Filmbeiträge und eine ansschliessende Partynacht.


Aktuelle Projekte[Bearbeiten]

Seit 2002 wird jährlich der Lilli-Zapf-Jugendpreis vom Verein Courage e.V. und dem Jugendgemeinderat im Bereich Zivilcourage und Soziales verliehen. Unterstützt wird der Jugendgemeinderat Tübingen von der Fachabteilung Jugendarbeit der Stadt Tübingen und dem Kreisjugendreferat des Landkreises Tübingen. Lilli Zapf (1896-1982) erforschte als Erste trotz heftigen Widerstandes aus der Tübinger Bürgerschaft und großer Armut das Schicksal der Tübinger Juden.

Im Jahr 2009 fand der erste Southside Battle [1] statt. An diesem vom Jugendgemeinderat Tübingen veranstalteten Breakdance Contest nahmen verschiedene Crews aus Deutschland, Italien und Österreich teil. Nach einer regen Zuschauer- und Teilnehmerbeteiligung im Jahr 2009 wird der Southside Battle im Jahr 2010 erneut stattfinden.

Schon länger bemüht sich der Jugendgemeinderat um die Einrichtung eines Jugendcafés in Tübingen, das sich laut einer Umfrage des Jugendgemeinderats 155 von 614 befragten Jugendlichen wünschen. [2].

Der Jugendgemeinderat Tübingen führt außerdem einen regelmäßigen Austausch mit dem Jugendparlament der Tübinger Partnerstadt Aix-en-Provence durch.


Wahl und Zusammensetzung[Bearbeiten]

Der Tübinger Jugendgemeinderat [3] besteht aus 24 Mitgliedern und wird alle zwei Jahre von allen 13- bis 18-Jährigen im Tübinger Stadtgebiet gewählt. Bewerben können sich alle Jugendliche die das passive Wahlrecht besitzen. Die Sitzungen finden in der Regel öffentlich statt. Im Rahmen eines Projektes können aber auch nicht-gewählte Personen im Rahmen einer Jugendprojektgruppe in den Jugendgemeinderat aufgenommen werden.


Wahl 2009[Bearbeiten]

In der Woche vom 29. Juni 2009 bis 5. Juli 2009 waren rund 4.250 Tübinger Jugendliche zur Wahl des sechsten Jugendgemeinderates aufgerufen. Bewerben konnten sich alle Jugendlichen, die zwischen dem 6. Juli 1990 und dem 5. Juli 1996 geboren wurden Bewerbungsbogen. Wahlort war das Bürgermeisteramt Tübingen, Rathaus, Am Markt 1, 72070 Tübingen.

Amtliches Wahlergebnis veröffentlicht am 06.07.2009 Quelle: Presseabteilung Stadt Tübingen

  • Wahlberechtigte: 4.286
  • Wählende: 1.900
  • Wahlbeteiligung: 44,3 % (41,0 % 2007)
  • Ungültige Stimmzettel: 16
  • Gültige Stimmzettel: 1.884
  • Gültige Stimmen: 21.884

Sitz/Gewählte Jugendgemeinderäte nach Zahl der erhaltenen Stimmen

  • 1 Gallo Perez, Gian Luca 417
  • 2 Ayyildiz, Muharrem 376
  • 3 Ayyildiz, Emre 466
  • 4 Ates, Sümeyra 429
  • 5 Jubke, Caya 713
  • 6 Feuerbacher, Irene 659
  • 7 Jäger, Leon 381
  • 8 Kästner, Iris 291
  • 9 Neu, Stefan 393
  • 10 Hauser, Laura 598
  • 11 Möhrle, Louis 591
  • 12 Müller, Steffen 562
  • 13 Jäger, Jakob 560
  • 14 Fliethmann, Anselm 554
  • 15 Röhm, Sarah 552
  • 16 Eberle, Martin 550
  • 17 Weber, Jana 537
  • 18 Bohley, Max 526
  • 19 Baur, Yannig 523
  • 20 Dietrich, Benjamin 507
  • 21 Kleiner, Laura 503
  • 22 Heide, Ludger 496
  • 23 El-Hawari, Sarah 467
  • 24 Glaunsinger, Felix 462

Nachrücker

  • 1 Köhler, Leonie 452
  • 2 Beeken, Clemens 450
  • 3 Bering, Malte 445
  • 4 Stevanovic, Tanja 444
  • 5 Simminger, Jakob 440
  • 6 Hiller, Michael 440
  • 7 Haasis, Fabian 435
  • 8 Arewa, Sara 432
  • 9 Zlotski, Olga 428
  • 10 Velten, Teresa 424
  • 11 Binder, Marco 421
  • 12 Knöller, Wolf 413
  • 13 Kaupp, David 398
  • 14 Radtke, Masa 395
  • 15 Schwelling, Lena 384
  • 16 Haußmann, Jan 374
  • 17 Hahn, Frederick 366
  • 18 Alexandridis, Antonios 354
  • 19 Kaplan, Seba 337


Auswirkungen[Bearbeiten]

Besonders kulturell hat der JGR in seinen zehn Jahren in Tübingen einiges bewegt. So entstammt die von Holger Kesten erfolgreich weiterentwickelte Partyreihe Rock im Tunnel einer Idee des Jugendgemeinderat Tübingens und wurde in seiner ersten Auflage auch von diesem veranstaltet.

Dank des Jugendgemeinderates Tübingen wurde das Nachtbusangebot im der Stadt Tübingen signifikant ausgebaut.

Aus den über 100 ehemaligen Mitgliedern des Jugendgemeinderates Tübingen ist Mitte 2010 ein Ehemaligenverein mit dem Namen "Alumni JGR Tübingen e.V."[4] entstanden.


Siehe auch[Bearbeiten]


Weblinks[Bearbeiten]