Johann Georg Gmelin (Entdecker)

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Johann Georg Gmelin. Das Gemälde von 1744 stammt von dem Tübinger Maler Wolfgang Dietrich Majer.

Johann Georg Gmelin (* 10. August 1709 in Tübingen; † 20. Mai 1755 ebd.) gehört zu den wissenschaftlichen Erforschern Sibiriens. Nicht verwechselt werden sollte er mit seinem Vater Johann Georg Gmelin (Chemiker), der1674-1728 lebte und häufig den Namenszusatz "der Ältere" erhält.

Der Forscher aus der Familie Gmelin erhielt mit 25 Jahren einen Ruf Zar Peters des Großen an die Kaiserliche Akademie der Wissenschaften in St. Petersburg, dem er folgte. Dort wurde er Professor der Naturgeschichte und erforschte die Pflanzenwelt und Geologie Sibiriens. Er gilt somit als ein Wegbereiter der modernen wissenschaftlichen Erschließung Sibiriens. Nach der zehnjährigen "Großen Nordischen Expedition" (1733-1743) kehrte er zurück nach Tübingen, wo er seine Forschungen veröffentlichte. Er wurde an der Universität Professor für Medizin, Botanik und Chemie, aber starb nur wenige Jahre später mit 45 Jahren.

Nach ihm wurden die Baumgattung Gmelina und die Dahurische Lärche Larix gmelinii benannt.

Gmelins botanische Exponate aus Kamtschatka bilden heute die Kamtschatka-Sammlung des Herbarium Tubingense (TUB) der Universität Tübingen und werden vom Museum der Universität (MUT) verwaltet.

TV-Film[Bearbeiten]

  • Das ZDF widmete im Jahr 2005 Gmelin und seinem Begleiter Gerhard Friedrich Müller eine 45-minütige TV-Dokumentation über die Sibirien-Expedition: Der 8. Kontinent: Die Eroberung Sibiriens, Teil 2: Forscher und Reisende , siehe bei ARD/Phoenix

Quellen, Weblinks[Bearbeiten]