Liebe Besucherin, lieber Besucher,

TÜpedia protestiert heute gegen Teile der geplanten EU-Urheberrechtsreform. Dieses neue EU-Gesetz soll am 27. März vom Parlament der Europäischen Union verabschiedet werden.

Die geplante Reform könnte dazu führen, dass das TÜpedia erheblich eingeschränkt wird. Selbst kleine Internetplattformen wie TÜpedia müssten Urheberrechtsverletzungen ihrer Userinnen und User präventiv unterbinden (Artikel 13 des geplanten Gesetzes), was in der Praxis nur mittels aufwendiger, sicherlich mit Kosten verbundenen, fehler- und missbrauchsanfälligen Upload-Filter umsetzbar wäre. Zudem müssten wir für kurze Textausschnitte aus Presseerzeugnissen Lizenzen erwerben, um ein neu einzuführendes Verleger-Recht einzuhalten (Artikel 11). Dadurch wären kurze Zitate (ohnehin immer mit Quellenangabe) hier nicht mehr in Artikeln möglich.

Wir sind gegen eine zwangsweise Zensur schon beim Hochladen. Das Bewusstsein über Urheberrechte sollte den Nutzern vermittelt werden und nicht per angeordneter und aufwendiger Technik mit nicht mehr zu kontrollierenden Filterkriterien.


Der Verein zur Förderung Freien Wissens in der Region Reutlingen-Tübingen e.V.

Haus Laub

Aus TUEpedia
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Haus Laub in der Haußerstraße 42

Das Haus Laub in der Haußerstraße 42 wurde 1930 von dem Architekten Prof. Martin Elsässer, der zuvor schon das Kepler-Gymnasium und die Eberhardskirche geplant hatte, für seinen Schwager, den Missionarsdirektor Laub, geplant und gebaut. Das aus ineinandergesteckten Kuben verschiedener Größe zusammengesetzte, talseitig viergeschossige Gebäude mit Flachdach gehörte zu einem kleinen, einheitlichen Ensemble an der Haußerstraße, das wegen seiner formalen Ähnlichkeit zur drei Jahre älteren Stuttgarter Weißenhofsiedlung auch "Tübinger Weißenhöfle" oder "Klein Weißenhof" genannt wurde.[1]

Das denkmalgeschützte Einfamilienhaus wurde 2003 von seinen neuen Besitzern, Familie Helge und Bettina von Gilsa, stilgerecht bis ins Detail renoviert. Wenngleich zuvor etwas entstellt, hatte sich das Gebäude bis dahin in einem Zustand der 1950er Jahre erhalten. Vieles war noch original vorhanden: von den Fußböden in Holz, Linoleum oder schwarzem Terrazzo mit Messingfugen über das Treppenhaus mit großzügig schwingendem hölzernem Geländer bis zu den Außenlampen und Fenstergriffen. Die Innenwände waren zum Teil farbig, zart hellblau oder gelb getönt.[2]

Das Haus wurde nach der gelungenen Restaurierung 2003 Träger des Denkmalschutzpreises der Württemberger Hypo. Die Haustechnik wurde komplett erneuert, und die neuen Eigentümer mussten die Wände und Decken sichern lassen sowie Fenster und Türen überarbeiten, um so weit wie möglich den Originalzustand wiederherzustellen. Als Architekt stand Herr Alexander von Salmuth beratend zur Seite. Vor allem das Dach wurde aufwändig erneuert und wärmegedämmt und die ehemals vorhandene Dachterrasse wieder hergestellt. In beispielhafter Weise ist es gelungen, Form, Struktur und Farbigkeit eines Flachdachgebäudes im Bauhausstil der 1930er Jahre zu erhalten und weiter zu tradieren.[1]

Quellen[Bearbeiten]