Liebe Besucherin, lieber Besucher,

TÜpedia protestiert heute gegen Teile der geplanten EU-Urheberrechtsreform. Dieses neue EU-Gesetz soll am 27. März vom Parlament der Europäischen Union verabschiedet werden.

Die geplante Reform könnte dazu führen, dass das TÜpedia erheblich eingeschränkt wird. Selbst kleine Internetplattformen wie TÜpedia müssten Urheberrechtsverletzungen ihrer Userinnen und User präventiv unterbinden (Artikel 13 des geplanten Gesetzes), was in der Praxis nur mittels aufwendiger, sicherlich mit Kosten verbundenen, fehler- und missbrauchsanfälligen Upload-Filter umsetzbar wäre. Zudem müssten wir für kurze Textausschnitte aus Presseerzeugnissen Lizenzen erwerben, um ein neu einzuführendes Verleger-Recht einzuhalten (Artikel 11). Dadurch wären kurze Zitate (ohnehin immer mit Quellenangabe) hier nicht mehr in Artikeln möglich.

Wir sind gegen eine zwangsweise Zensur schon beim Hochladen. Das Bewusstsein über Urheberrechte sollte den Nutzern vermittelt werden und nicht per angeordneter und aufwendiger Technik mit nicht mehr zu kontrollierenden Filterkriterien.


Der Verein zur Förderung Freien Wissens in der Region Reutlingen-Tübingen e.V.

Haus Lange

Aus TUEpedia
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Haus Lange in Tübingen auf einem alten Foto
Ansicht vom Februar 2013

Das als Villa im Landhausstil konzipierte Haus Lange in der Mörikestraße 1 ist ein Werk des Malers, Graphikers, Designers und Architekten Bernhard Pankok (* 16. Mai 1872 in Münster, Westfalen; † 5. April 1943 in Baierbrunn). Bauherr war der mit ihm befreundete Professor der Kunstgeschichte Konrad Lange. Der Bau wurde 1901-02 errichtet und legte auch den Grundstein für Pankoks Karriere als Architekt.[1] [2] Seine Werke sind geprägt vom Übergang zwischen Jugendstil und Internationalem Stil.[3]


Architektur[Bearbeiten]

In dem Haus verbindet sich die Landhaus-Idee und die Architektur des Jugendstils zu einem herausragenden Gesamtkunstwerk. Unter einem über drei Etagen bis zum Hochparterre heruntergezogenen Dach fügte Pankok eine Vielfalt an Material und Formen zu einem großen Ganzen zusammen: typische Jugendstilfenster, in "organischen" Ranken geschmiedetes Geländer, Fachwerk, geschnitzte Pfosten (Loggia), skulptierte Pfeiler. Der Allround-Künstler Pankok gestaltete auch die gesamte Innenausstattung (Türen, Täfelungen, Gardinen, Tapeten, Lampen, Möbel) bis hin zu Tür- und Fenstergriffen. Das Haus, bis dahin in Familienbesitz, wurde in den 1990er Jahren verkauft, saniert und in Stockwerkseigentum aufgeteilt. Teilweise ist das feste Inventar noch im Original vorhanden.[4]


Das Dach[Bearbeiten]

Die Giebeldächer auf den Krüppelwalmen sind so wohl kaum ein zweites Mal in Tübingen und Umgebung zu finden. Durch diese bekommt das Haus von der Giebelseite aus betrachtet den Ortgangverlauf eines Mansarddaches. Von der Traufseite aus nimmt man diese Giebeldächer durch den Absatz und die meist übliche Perspektive von unten nicht wahr. So kann man das Dach leicht mit einem Krüppelwalmdach verwechseln.


Quellen[Bearbeiten]

  1. Museum der Dinge: Bernhard Pankok
  2. Andrea Tietze: „Pankok, Bernhard Wilhelm Maria“, in: Neue Deutsche Biographie 20 (2001), S. 32 f.
  3. Bernhard Pankok auf Wikipedia.
  4. Architekturführer Tübingen. Neue Architektur im Landkreis Tübingen 1901-2001. (Hrsg.: Architektenkammer Baden-Württemberg, Kammergruppe Tübingen ... Texte und Red.: Ulrike Pfeil ...). - Tübingen: Bund Dt. Architekten, Kreisgruppe Neckar-Alb, 2002, Seite 28


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Quellen[Bearbeiten]