Georg Friedrich Belthle

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Das "Karlsruher Richtschwert" des Georg Friedrich Belthle

Georg Friedrich Belthle (1757 - 1824) war der letzte Tübinger Scharfrichter.

Schon sein Vater Georg Adam Belthle (1697-1766) war Scharfrichter in Tübingen gewesen, ab dem Jahr 1733. Der Urgroßvater Johann Belthle (1649-1725) war der erste Scharfrichter in der Familie. Er wurde 1682 in Weil der Stadt als Scharfrichter angenommen. [1]

Belthle und die Platanenallee[Bearbeiten]

Lange erzählten Stadtführer die Geschichte, dass er - nach Umschulung zum Wegeinspektor - die Platanenallee anlegte. Einer Studie zum Alter der Bäume zufolge, die im Jahr 2013 veröffentlicht wurde, sei dies aber falsch. Sie datiert die Keimzeit der Platanen auf die Zeit von 1822-24, so dass sie vermutlich erst um 1830 gepflanzt werden konnten, also 6 Jahre nach Belthles Tod.[2]

Belthle und Tübingen[Bearbeiten]

Die Tübinger Belthlestraße ist nach einem Sohn Belthles, Dr. Friedrich Belthle, einem königlich-französischen Stabsarzt des Regiments Hohenlohe in Grenoble, benannt.

Belthles Richtschwert[Bearbeiten]

Das Schwert, mit dem Georg Friedrich Belthle richtete, befindet sich heute als "Karlsruher Richtschwert" im dortigen Stadtmuseum.

Weblinks[Bearbeiten]

  • Die Geschichte des Karlsruher Richtschwerts, erzählt von einem Nachfahren.[1]
  • Das Richtschwert als "Objekt des Monats" im Karlsruher Stadtmuseum [2]
  • Die Geschichte der Belthlestrasse in einem Tagblatt-Artikel [3]

Siehe auch[Bearbeiten]

Quellen[Bearbeiten]

  1. http://www.karlsruhe.de/kultur/stadtgeschichte/blick_geschichte/richtschwert
  2. Artikel im Schwäbischen Tagblatt "Die junge Altehrwürdige - Platanenallee wurde später gepflanzt als angenommen - Scharfrichter-Geschichte falsch" vom 25. Mai 2013
  3. Raimund Weible: Zum letzten Mal fällt das Beil - Vor 60 Jahren ließ die westdeutsche Justiz in Tübingen einen Kriminellen hinrichten, Tagblatt, 18. Februar 2009