Frauenklinik
Universitäts-Frauenklinik, Neonatologie und Medizinische-Genetik | |
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| Datei:UKT Frauenklinik.jpeg | |
| Kliniken | |
| Web | https://www.medizin.uni-tuebingen.de/de/das-klinikum/einrichtungen/kliniken/frauenklinik |
Die Frauenklinik ist heute im 1935 fertiggestellten Backsteingebäude der Alten Chirurgie. Der 2002 abgeschlossene Umbau des denkmalgeschützten Bauwerks in der Calwerstraße dauerte 12 Jahre mit Unterbrechungen.
Direktorin ist Prof. Dr. med. Sara Brucker. Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Diethelm Wallwiener ist Senior Consultant der Universitäts-Frauenklinik.
Im Ranking des US-amerikanischen Nachrichtenmagazins Newsweek belegt die Frauenklinik weltweit Platz vier im Bereich Gynäkologie und Geburtshilfe für das Jahr 2026, in der EU sogar den zweiten Platz.[1]
Umbau[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Beim Umbau spielte der Denkmalschutz eine wichtige Rolle: Die Fassade und das zentrale Treppenhaus blieben unverändert, und auch der alte Hörsaal ist in seiner ursprünglichen Form erhalten. Um die ursprünglichen Treppenhandläufe aus Aluminium nicht entfernen zu müssen, die für heutige Sicherheitsansprüche zu niedrig sind, wurde im Treppenhaus ein filigranes Sicherheits-Stahlnetz installiert. Ein besonderes Schmuckstück findet man ganz oben im Mittelbau: der alte, lichtdurchflutete Operationssaal mit der beeindruckenden Aussicht beherbergt heute das Labor der Medizinischen Genetik.[2]
Alle Pflegestationen verfügen nach wie vor über breite, großzügige Balkone mit direktem Blick in den Patientengarten. Dieser wurde nach altem Vorbild mit seiner halbrunden Kastanienallee und den beiden alten Brunnenskulpturen wieder angelegt.[2]
Im 2. Bauabschnitt wurde ein Neubau hinzugefügt, der wie der Bestand eine Fassade aus Ziegelmauerwerk erhielt. Der gesamte Gebäudekomplex enthält nun 190 Pflegebetten, 5 OP's, 1 Zentralsterilisation, Intensivpflegestationen mit 34 Betten, die Neonatologie mit 30 Betten, etc.[3]
Die Umbaukosten waren unter anderem wie folgt:
- Herstellungskosten Elektrotechnik: 8.900.000 € netto[3]
- Herstellungskosten Fördertechnik: 784.104 € netto
Des Weiteren ist 2021 ein eingeschossiger barackenartiger Anbau mit dunkler Holzfassadenverkleidung auf der Südseite im Park errichtet worden. Der originale Patientengarten aus den 1930er Jahren ist dadurch nicht mehr in seiner alten halbrunden Form als Platz vor der Südfassade der Klinik erlebbar. Möglicherweise ist dies nur ein Provisorium aus Platzmangel, was zu wünschen wäre.
Anbau[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Im November 2024 fand der Spatenstich für einen Anbau statt. Im Februar 2026 erfolgte die Grundsteinlegung. Das neue Gebäude wird eine Nutzfläche von rund 3.000 Quadratmetern haben und Platz für die Pränatal- und die Kinderwunschambulanz bieten. Außerdem sollen zwei Pflegestationen, Labore und Räume für die Versorgung gynäkologischer Patientinnen und Wöchnerinnen dort Platz finden.
Der Anbau erhält eine energieeffiziente Gebäudetechnik, sodass ein CO2-armer Gebäudebetrieb ermöglicht wird. Außerdem kommt Holz aus nachhaltig bewirtschafteten Wäldern heimischer Baumarten zum Einsatz. Des Weiteren wird Recycling-Beton verwendet.
Das Land Baden-Württemberg investiert rund 50 Millionen in den Anbau.[1]
Kunst[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Im Foyer der Frauenklinik hängen sehenswerte Kunstwerke:
Im Garten der Klinik:
Historische Aufnahmen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
- Hautklinik und Chirurgie in Tübingen.jpg
Hautklinik (links) und Chirurgie, 1936
- Chirurgische Klinik alias Hôpital Militaire (AK 5625 Lavelle ca. 1946).jpg
1945 kurzzeitig als Militärisches Krankenhaus der französischen Besatzungsmacht Hôpital Militaire Emile Roux (bis zum Umzug ins Standortlazarett). Ansichtskarte des französischen Verlags Lavelle & Cie.
- Chirurgische Universitäts-Klinik (AK 672 F Schimpf).jpg
So sieht's der Vogel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Der Anbau vor der Südfassade auf dem Platz des Parks ist auf dem Luftbild hier noch nicht zu sehen.
Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
- Leo Koslowski: 50 Jahre Chirurgische Universitätsklinik Tübingen. Schattauer Verlag, 1986, 67 Seiten.
- Fotogalerie der alten Chirurgie.