Ernst Weinmann

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Ernst Weinamann (mit Maurerhammer) beim Einmauern des Grundsteins der Jugendherberge (damals:„Hauses der Jugend“), am 20. Oktober 1935

Der von 1939 bis April 1945 amtierende Tübinger Oberbürgermeister Dr. Ernst Weinmann (* 16. April 1907 in Frommenhausen; † 20. Januar 1947 in Belgrad) war Zahnarzt und SS-Sturmbannführer. Während des 2. Weltkrieges war er bei einer SS-Einsatzgruppe in Jugoslawien und wütete dort so, dass er den Beinamen "Henker von Belgrad" bekam. Als "Umsiedlungskommissar beim Militärbefehlshaber in Serbien" war er maßgeblich an der Deportation von Juden und der Verschleppung von Slowenen beteiligt. Er wurde deswegen in Jugoslawien zum Tode verurteilt. [1][2]


Von 1940 bis 1942 wurde Weinmann kommissarisch von dem Stadtrat Max Stockburger und anschließend bis 1944 durch den Bürgermeister Alfred Kercher vertreten.[3]


Am 22. Dezember 1946 wurde Weinmann in Belgrad für seine Verbrechen zum Tode verurteilt. Das Urteil wurde am 20. Januar 1947 vollstreckt.[4]


Siehe auch[Bearbeiten]


Quellen[Bearbeiten]

  1. www.tuebingen.de
  2. "Tübingen - Auf alten Wegen Neues Entdecken - Ein Stadtführer" (Verlag Schwäbisches Tagblatt, S. 63 (3. Auflage von 2003)
  3. Tübinger Oberbürgermeister seit 1805 auf www.tuebingen.de
  4. Ernst Klee: Das Personenlexikon zum Dritten Reich. Frankfurt am Main 2007, S. 663.