Dialog und Bildung Tübingen e.V.

Aus TUEpedia
Wechseln zu:Navigation, Suche
Vereinslogo beim Fastenbrechen 2025

Der Kulturverein Dialog und Bildung Tübingen e.V. wurde 1996 unter dem Namen internationaler Studentenverein IST von engagierten Bürgern, Akademikern und Studierenden gegründet, und Ende der 2010er Jahre zu seinem heutigen Namen umbenannt.

Die Mitglieder sind meist deutsch-türkischer Herkunft. Ziel der Aktivitäten des Vereins ist es, durch Begegnungen und Zusammenarbeit zwischen Menschen aus verschiedenen Kulturen zu Toleranz und einem besseren Miteinander beizutragen. Angebote sind unter anderem kulturelle Veranstaltungen, Jugendarbeit, Integrationsprogramme und Flüchtlingshilfe. Seit Anfang an wird auch Nachhilfe für Schülerinnen und Schüler angeboten - deswegen ist er auch vielen als Trägerverein hinter der Lernstube bekannt.

Buffet beim Fastenbrechen im Schlatterhaus am 28. März 2025

Beispielsweise lädt der Verein zum Fastenbrechen am Ende des Ramadan ein, 2025 im Saal des Schlatterhaus. Der Verein hat seinen Sitz in der Wilhelmstraße 20.

Das Fastenbrechen am Ende des Ramadan wird gefeiert[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bericht vom Fest am 14. März 2026 im Tagblatt:


[...] An festlichen, weißen Tafeln haben sich am Samstagabend mehr als 150 Menschen im großen Saal des Adolf-Schlatter-Hauses zum gemeinsamen Fastenbrechen getroffen. An den langen Tischen feierten Muslime gemeinsam mit Vertretern anderer Religionen. Es gab Musik, es wurden andächtige Reden gehalten und viele Bekanntschaften über die Tische hinweg geknüpft.

[...] Ein Informationsvideo schilderte die Bedeutung des Fastens im Islam. Gefastet wird von Sonnenauf- bis Sonnenuntergang. Im Verzicht besinnen sich die Muslime dabei auf ihren Glauben und Werte des Zusammenlebens. Beim Iftar, dem Fastenbrechen, kommen Menschen dann nach Sonnenuntergang zusammen, um bewusst gemeinsam zu speisen. Nicht alle Muslime sind zum Fasten angehalten, so machen Kinder, Schwangere, Kranke und sogar Reisende eine Ausnahme.

Kurz vor dem gemeinsamen Mahl wurde mit singender Stimme eine Sure, ein Vers, aus dem Koran gelesen. „Nicht das Essen bringt uns heute zusammen“, sagte ein Moderator des Vereins Dialog und Bildung. Als die Sonne schließlich untergegangen war und das Buffet eröffnet wurde, bildeten die Besucher trotzdem schnell eine hungrige Schlange. Auf der Speisekarte standen türkische Spezialitäten, von Köfte bis Baklava. Als Getränk zum Essen gab es türkischen Chai, Schwarztee, mit Wasser. Mit vollem Magen musste die Aufmerksamkeit der Gäste im Adolf-Schlatter-Haus erst langsam wieder auf die Bühne gerichtet werden. Harman spielte eine zweite Runde Livemusik auf der Ney-Flöte und sang Lieder auf Türkisch. Der musikalischen Rückführung ins Programm folgte der spirituelle Höhepunkt: Die Lichter wurden gedimmt, die Anwesenden begannen leiser zu tuscheln, und die Sema-Zeremonie, der Tanz des Derwisch, begann. Wild drehte sich der Mann im weißen Gewand und mit langem, zylindrischem Hut auf der Bühne.

Anschließend wandte sich die Tübingerin und islamische Theologin Büsra Cebi an die Anwesenden und erläuterte die islamische Idee des Zusammenlebens. Es gehe maßgeblich um Achtsamkeit, und genau die lerne ein gläubiger Mensch beim Fasten – über Religionen hinweg. „Das Fasten regt die Muslime an, sich auf die Beziehung zum Schöpfer zu besinnen“, so Cebi. Es könne „als Ansporn, an sich selbst zu arbeiten“ verstanden werden. [...]


Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • www.dub-tu.de
  • www.lernstube.com