Casanova

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Porträt des Giacomo Casanova, (Francesco Casanova um 1750–1755)

Giacomo Casanova (* 2. April 1725 in Venedig; † 4. Juni 1798 in Dux)[1], der wohl bekannteste Frauenheld aller Zeiten, reiste am 2. April 1760 (seinem 35. Geburtstag) auf der Flucht aus Stuttgart, wo er enorme Spielschulden hatte, über Tübingen nach Fürstenberg.[2].


Original Text[Bearbeiten]

"... Es war der zweite April 1760 und gerade mein Geburtstag, der sich fast immer in meinem Leben durch irgend ein für mich merkwürdiges Ereigniß auszeichnete.

Zwei Minuten nachher kam der Postillon aus der Schenke und fragte mich, ob wir noch lange warten müßten, immer glaubend, mit derselben Person zu sprechen, mit der er von Stuttgard abgefahren war. Ich ließ ihn in seinem Irrthume und sagte ihm, daß er nur bis Tübingen fahren möge, ohne sich in Voldenbrück mit dem Wechseln der Pferde aufzuhalten und er gehorchte gleich; aber wie mußte ich über sein Gesicht lachen, das er machte, als er mich in Tübingen ansah, denn Balletti's Diener war ganz jung und sehr klein. Als er mir sagte, daß ich es ja nicht sei, mit dem er abgereist wäre, antwortete ich ihm, er sei wohl nicht klug, und erfreut über ein Trinkgeld von zwei Gulden stritt er nicht weiter.

Ohne Aufenthalt setzte ich nun meine Reise fort, und rastete nicht eher, als in Fürstenberg, wo ich sicher war. ..."[3]

Mit Voldenbrück ist Waldenbuch gemeint[4]. Man beachte die Ortskenntnis des Verführers und Spielers.


Quellen[Bearbeiten]

  1. de.wikipedia.org/wiki/Giacomo_Casanova
  2. Artikel im Schwäbischem Tagblatt vom 1. April 2010, Seite 26: "Bloß fort von hier - und zwar subito"
  3. books.google.de : "Aus den Memoiren des Venetianers Jacob Casanova de Seingalt"
  4. Artikel im Schwäbischem Tagblatt vom 1. April 2010, Seite 26: "Bloß fort von hier - und zwar subito"