Liebe Besucherin, lieber Besucher,

TÜpedia protestiert heute gegen Teile der geplanten EU-Urheberrechtsreform. Dieses neue EU-Gesetz soll am 27. März vom Parlament der Europäischen Union verabschiedet werden.

Die geplante Reform könnte dazu führen, dass das TÜpedia erheblich eingeschränkt wird. Selbst kleine Internetplattformen wie TÜpedia müssten Urheberrechtsverletzungen ihrer Userinnen und User präventiv unterbinden (Artikel 13 des geplanten Gesetzes), was in der Praxis nur mittels aufwendiger, sicherlich mit Kosten verbundenen, fehler- und missbrauchsanfälligen Upload-Filter umsetzbar wäre. Zudem müssten wir für kurze Textausschnitte aus Presseerzeugnissen Lizenzen erwerben, um ein neu einzuführendes Verleger-Recht einzuhalten (Artikel 11). Dadurch wären kurze Zitate (ohnehin immer mit Quellenangabe) hier nicht mehr in Artikeln möglich.

Wir sind gegen eine zwangsweise Zensur schon beim Hochladen. Das Bewusstsein über Urheberrechte sollte den Nutzern vermittelt werden und nicht per angeordneter und aufwendiger Technik mit nicht mehr zu kontrollierenden Filterkriterien.


Der Verein zur Förderung Freien Wissens in der Region Reutlingen-Tübingen e.V.

Burg Kräheneck

Aus TUEpedia
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Ehemalige Burg Kräheneck bei Reusten

Die fünfeckige mittelalterliche Burg Kräheneck lag früher in der Nähe des Kirchbergs von Ammerbuch-Reusten. Die spärlichen Ruinen-Reste der Burg geben bis heute Rätsel über ihre Bewohner auf. Dass hier einst eine Burg gestanden hat, kann man heute nur an den Wällen und den Vertiefungen im Erdboden erkennen. Eine umfangreiche Burganlage aus den Jahren 1000 bis 1200 nach Christus ist hier aber nachgewiesen.

Grabungsbefunde[Bearbeiten]

Tübinger Urgeschichtler haben hier von 1921 bis 1929 Ausgrabungen und Vermessungen durchgeführt. Es handelte sich um eine typische Sporn- oder Zungenburg, die auf 3 Seiten natürlich geschützt war und auf der vierten Seite einen äußeren und inneren Graben, aufwies, über den der einzige Zugangsweg zur Burg führte.[1]

Schriftliche Nachweise[Bearbeiten]

Konkrete schriftliche Nachweise zu ihren Erbauern und Bewohnern fehlen.[2] Etwa um 1000 bis 1200 soll sie hier gestanden haben.[3] Um 1037 wurde ein Graf von Kräheneck erwähnt, bei dem aber nicht sicher ist, ob er villeicht aus der gleichnamigen Burg bei Pforzheim stammt. Die Grafen von Nagold betrieben eine Gerichtsstätte in Reusten. Daher kommen sie bei ihren regelmäßgen Gerichtstagen zumindest als zeitweise Bewohner der Burg in Frage. Im Jahr 1293 verkauften sie ihren Reustener Besitz und lösten den Gerichtsplatz auf. Die Burg wurde damit überflüssig. Die sagenhafte Erzählung, dass die Großmutter von Friedrich I. Barbarossa in Kräheneck geboren worden sei, ist nicht ausreichend belegt.[1]

Nachfolgebauten[Bearbeiten]

Auf dem benachbarten Kirchberg wurde von Bebenhauser Mönchen um 1300 die Heiligkreuzkirche erbaut, die bis 1759 hier oben stand. Es ist naheliegend, dass die Mönche beim Kirchenbau auch Steine der Burg verwendeten.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]