Liebe Besucherin, lieber Besucher,

TÜpedia protestiert heute gegen Teile der geplanten EU-Urheberrechtsreform. Dieses neue EU-Gesetz soll am 27. März vom Parlament der Europäischen Union verabschiedet werden.

Die geplante Reform könnte dazu führen, dass das TÜpedia erheblich eingeschränkt wird. Selbst kleine Internetplattformen wie TÜpedia müssten Urheberrechtsverletzungen ihrer Userinnen und User präventiv unterbinden (Artikel 13 des geplanten Gesetzes), was in der Praxis nur mittels aufwendiger, sicherlich mit Kosten verbundenen, fehler- und missbrauchsanfälligen Upload-Filter umsetzbar wäre. Zudem müssten wir für kurze Textausschnitte aus Presseerzeugnissen Lizenzen erwerben, um ein neu einzuführendes Verleger-Recht einzuhalten (Artikel 11). Dadurch wären kurze Zitate (ohnehin immer mit Quellenangabe) hier nicht mehr in Artikeln möglich.

Wir sind gegen eine zwangsweise Zensur schon beim Hochladen. Das Bewusstsein über Urheberrechte sollte den Nutzern vermittelt werden und nicht per angeordneter und aufwendiger Technik mit nicht mehr zu kontrollierenden Filterkriterien.


Der Verein zur Förderung Freien Wissens in der Region Reutlingen-Tübingen e.V.

Bismarckturm

Aus TUEpedia
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Ansicht 2007
Blick von oben

Turm auf dem Kamm, wo der Schlossberg in den Spitzberg übergeht. Zugang über den Lichtenberger Weg. Der Turm ist begehbar, von der Aussichtsplattform oben bietet sich (wenn die Bäume nicht zu hoch sind bzw. unbelaubt sind) eine schöne Rundumsicht ins Neckartal und Ammertal. Er steht auf dem höchsten Punkt des Schlossbergs in einer Anlage mit Buchenhecken, Eichenbäumen und Sitzbänken.

Geschichte[Bearbeiten]

Die deutschen Studenten hatten nach dem Tode des Reichskanzlers 1898 einen Aufruf zur Errichtung von sogenannten „Bismarcksäulen" veröffentlicht. Nach dem preisgekrönten Entwurf von Wilhelm Kreis entstanden in den deutschen Universitäts- und Hochschulstädten mehr als 40 solcher wuchtigen Türme aus großen Quadern.[1]

Die Bismarcktürme sollten die Erinnerung an Deutschlands Einigung, Größe und Stärke wach halten. Erbaut wurden sie zumeist an den Westhängen der Städte, als Drohung gegen den „Erbfeind" Frankreich. Damals spendeten in Tübingen Studenten, Bürger, Beamte und Professoren 23.000 Reichsmark für den Turmbau.

1900 begann die Planung, 1907 wurde der Turm eröffnet. Er ist 16 m hoch, aus Gönninger Tuff erbaut und 63 Stufen führen von innen auf die Aussichtsplattform. Die Realisierung erfolgte unter der Leitung des Tübinger Baumeisters Franz Bärtle, dem Vater des Bildhauers Ugge Bärtle. Am 18. Januar 1906, dem Jahrestag der Reichsgründung, entzündeten Studenten in einer Schale ein Feuer auf der Turmplattform. [2]

Wegen Zerfall und Vandalismus war er lange Zeit geschlossen, bis er 1999 durch eine Privatspende saniert werden konnte und am 14. November 1999 wiedereröffnet wurde.

Öffnungszeiten[Bearbeiten]

Trotz der Sanierung ist der Turm derzeit ganzjährig (!) geschlossen. Bis ca. 2015 (?) konnte der Schlüssel beim Kulturamt, Bürgeramt sowie beim Verkehrsverein Tübingen entliehen werden. Seitdem ist ein Zugang nicht mehr möglich.

Weblinks[Bearbeiten]

Quellen[Bearbeiten]

Blick eines Turmfalken[Bearbeiten]

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