Aufarbeitung der Nazi-Zeit

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Vorbeimarsch von SA-Studenten an der Neuen Aula

Die Geschehnisse in Tübingen während der Nazi-Zeit werden auf verschiedene Weise aufgearbeitet:

  • kritisch, symbolisch, bildhaft, texthaft
  • in Büchern, Ausstellungen, Vorträgen, Veranstaltungen, Denkmälern, Straßen- und Platzbenennungen

und anderem.


Veranstaltungsreihe 2009[Bearbeiten]

  • Am 27. Oktober 2009 startete die Vortragsreihe: Vom braunen Hemd zur weißen Weste?

Vom Umgang mit der Vergangenheit in Tübingen nach 1945. (9 Abend-Termine)[1] Angeregt wurde die Veranstaltung vom Arbeitskreis moderne Tübinger Stadtgeschichte und Geschichtswerkstatt. Hier gehts zum Faltblatt mit Details der Veranstaltungsreihe.

Veranstaltungsreihe 2015 zur Universität im Nationalsozialismus[Bearbeiten]

Die Universität bot 2015 eine Reihe von Veranstaltungen zu diesem Thema (siehe auch Unimuseum, mit Folder zum Jahresprogramm (pdf). Zum Beispiel liefen die beiden Ausstellungen „In Fleischhackers Händen“ und „Forschung, Lehre, Unrecht“ parallel im Museum der Universität und begleiteten die Vorlesungen des Studium Generale. Die Ausstellung zum Anthropologen Hans Fleischhacker lief bis 28. Juni 2015, die Jahresausstellung zur Universität im Nationalsozialismus bis 13. September 2015.[2]

Sammelband zur Universität Tübingen im Nationalsozialismus[Bearbeiten]

Unter dem Titel „Universität Tübingen im Nationalsozialismus“ ist im Juli 2010 ein umfangreicher Sammelband mit neuen Detailstudien über Täter, Opfer, geistige Drahtzieher und Mitläufer auf 1136 Seiten erschienen. Er gibt den gegenwärtigen Forschungsstand zum Thema wieder und enthält zahlreiche neue Details und neue Perspektiven zur Geschichte der Universität während der nationalsozialistischen Diktatur. Der Band umfasst Studien zum Alltag an der Universität, zu Verbrechen und zu Personen, zu einschlägigen Themen des Nationalsozialismus sowie Studien der Aufarbeitung dieser Zeit nach 1945.[3] [4]

Weitere Ausstellungen[Bearbeiten]

Benennungen (Straßen, Plätze, Kirche)[Bearbeiten]

Viele Straßennamen, die im Zusammenhang mit der Nazi-Zeit standen, wurden gleich nach 1945 geändert. Andere Umbenennungen erfolgten etwa ab den 1990er Jahren. Siehe auch Umbenannte Straßen und Plätze. 2013 wurden drei Ehrenbürgerschaften aberkannt.

Stolpersteine[Bearbeiten]

Stolpersteine in der Tübinger Fürststraße 7: Familie Erlanger

Mit Stolpersteinen in Tübingen erinnert der Künstler Gunter Demnig an das Schicksal der Menschen, die im Nationalsozialismus ermordet, deportiert, vertrieben oder in den Suizid getrieben wurden:[5]

Weiteres[Bearbeiten]

Seit Anfang der 1990er Jahre werden regelmäßig Gedenkveranstaltungen zur "Reichspogromnacht" am 9. November bei der ehemaligen Synagoge veranstaltet.

Stimmen zur Nazizeit[Bearbeiten]

Die große Chance eines Stadtwikis ist es, für die Nachwelt Stimmen online zu bewahren. Wenn Sie z.B. als Zeitzeuge ihren Erfahrungsbericht - z.B. mit der Nazi-Zeit - jüngeren Tübingern hinterlassen wollen, können Sie das hier machen. Auch ohne Namen, mit anonymisierten Angaben wie z.B. (Tübinger, geboren 1924, Verwaltungsangestellter, wohnte in Tübingen von ... bis ...., Nordstadt)


Weitere Literatur[Bearbeiten]

Quellen[Bearbeiten]

  1. http://www.tuebingen.de/pressemitteilungen/25_29552.html
  2. Reinrassiges Studium, Ausstellung zur Universität im Nationalsozialismus auf Schloss Hohentübingen, tagblatt.de, 22. Mai 2015
  3. Arbeitskreis "Universität Tübingen im Nationalsozialismus"
  4. Urban Wiesing, Klaus-Rainer Brintzinger, Bernd Grün, Horst Junginger, Susanne Michl (Herausgeber): Die Universität Tübingen im Nationalsozialismus. Franz Steiner Verlag, 2010 (Contubernium – Tübinger Beiträge zur Universitäts- und Wissenschaftsgeschichte 73). 1136 S. € 99, ISBN 978-3-515-09706-2. - Der Franz Steiner Verlag dazu
  5. Peter Steinle: "26 Stolpersteine für Opfer des Nationalsozialismus in Tübingens Südstadt. Gunter Demnigs Kunst gilt als weltgrößtes dezentrales Mahnmal. Pressemitteilung der Evangelischen Landeskirche Württemberg vom 25. November 2011.

Weblinks[Bearbeiten]