Am Kleinen Ämmerle

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Am Kleinen Ämmerle: Im Hintergrund dieser historischen Aufnahme kehrt eine Frau mit einem Reisigbesen die Gass'. Im Vordergrund unterhält sich der Gôg Ernst Kürner mit der Zeitungsausträgerin Anna Haug.[1]
Alter Blick in die Gasse von der entgegengesetzten Seite

Die Gasse Am Kleinen Ämmerle beginnt in der Tübinger Unterstadt, der sogenannten Gôgei bei der Schmiedtorstraße und endet bei der Seelhausgasse. Benannt ist sie nach einem Nebenarm des Ammerkanals, der am Haagtor innerhalb der Stadt abzweigte, durch die Straßen Seelhausgasse, Am Kleinen Ämmerle und Bachgasse verlief und durch das sogenannte "Drecktörle" östlich der Langen Gasse wieder aus der Stadt nach außen geleitet wurde. Vor allem in der Bachgasse blieb das Wasser wegen des geringen Gefälles oft länger stehen, eutrophierte und bildete einen grünlichen Belag auf der Straße. Deswegen wurde dieser Teil der Unterstadt auch "Am grünen Meer" genannt.[2]

Bis gegen Ende des 19. Jahrhunderts wurde jeden Samstag eine Schleuse am Haagtor geöffnet, so dass das Wasser des Nebenarms des Ammerkanals eine Stunde durch die Unterstadt laufen und zur Straßenreinigung benutzt werden konnte. So idyllisch (im heutigen Auge) die kleinen Häuser dort aussahen, so war das Leben in diesen Gassen bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts von bitterer Armut geprägt.


Weitere Bilder[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]


Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Das waren noch Zeiten ... als die Tübinger Unterstadt (Gogei) ihren eigenen Abwasserkanal hatte. Alte Ansichten aus dem Kreis Tübingen. Schwäbisches Tagblatt.
  2. [[Andrea Bachmann: "Tübingen, der Stadtführer", Reutlingen 2010, S. 96