Zoo

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Der Zoo Tübingen im Schleifmühleweg 86 war bis zum 28.08.2012 eines der traditionsreichsten alternativen Kulturzentren Baden-Württembergs. 25 Jahre lang prägte dieser Veranstalter, der bis Ende 2006 noch Zentrum Zoo hieß, das kulturelle Leben in Tübingen - etwa in den 80ern mit Liveauftritten von Phillip Boa, den Toten Hosen oder den Fantastischen Vier - oder mit Festivals wie Viva Afro Brasil oder mit Miles Davis. Das Konzept, Livemusik und DJ Club zu verbinden, wurde vor allem in den 90ern kultiviert und gehörte zum festen Inventar der Tübinger alternativen Szene. Unter dem Eindruck der drohenden Schließung des Zoo Ende 2006 wurde von Holger Kesten die Tübinger Bürgerinitiative Kultur & Nightlife ins Leben gerufen.

Letztlich wechselte das Zentrum Zoo die Besitzer und wurde seit Beginn des Jahres 2007 als Zoo Tübingen weitergeführt, bis dieser 2012 mit einer großen Abschiedsparty die Pforten schloss. Drei Party-Klassiker wurden allerdings in anderen Locations fortgeführt: im Club 27 bzw. Blauen Turm.[1]

Für Dauergäste bot der Zoo folgende Clubkarten an:

  • Golden Card: 12 Monate freier Eintritt in die Club-Disco: 70 €
  • Silver Card 6 Monate freier Eintritt in der Club-Disco: 40 €


Gastronomie[Bearbeiten]

Vor dem Zoo befand sich einer der schönsten Biergärten Tübingens. Von Dienstag bis Freitag wurde eine Tageskarte angeboten. Öffnungszeiten waren Montag - Samstag 11:00 - 23:00 Uhr und Sonntags 10:00 - 23:00 Uhr (Brunch bis 14:00 Uhr)

Discoprogramm[Bearbeiten]

Seit Jahrzehnten fand jeden Dienstag die Half Price Night statt, bei der Mixed Music gespielt wurde und Getränke den halben Preis kosteten. Entsprechend besuchten vor allem Jugendliche (in den Ferien), junge Erwachsene und Studierende den Zoodienstag. Ebenfalls sehr etabliert war jeden Sonntag die Party Zeitgeist, bei der "Musik des letzten Jahrtausends" gespielt wurde und vor allem Erwachsene im Publikum waren. An den Freitagen und Samstagen gab es wechselnde Events in einem lockeren Monatsrhythmus, unter anderem den Radau und Rabatz Klub, Indie und so, Generation Golf, 30+ Die Party, die Schwarze Nacht, die Salsaparty La Rumba, unregelmäßig die Bad Taste Party und 42°FIEBER.

Sonstiges[Bearbeiten]

Die Discothek Zoo Tübingen war der Nachfolger des 1981 eröffneten Kulturzentrums Zentrum Zoo. Der Name "Zoo" stammt noch von einer anfänglichen Nutzung des Geländes als Kleintier-Zoo, später (in den 1950er Jahren) wurde hier ein bürgerliches Tanzlokal betrieben, bis Ende der 1970er Jahre folgte ein Rotlicht-Etablissement.

Auszug aus einem Tagblatt-Artikel von 2016[Bearbeiten]

„Hat’s die Mädle noch bei euch?“ Das fragte hoffnungsfroh mancher Anrufer in den Anfangsjahren des Zentrum Zoo. Vor 35 Jahren zogen in einem verrauchten und verruchten Rotlicht-Etablissement namens „Kleiner Zoo“ ein angehender Radiologe, eine ehemalige Stewardess, ein Studentenwerksvertreter und ein TAGBLATT-Kinokritiker praktisch das erste Sozio- und Subkulturzentrum Tübingens auf. Das Gesellschafter-Kleeblatt Winfried Kast, Brigitte Heilemann, Peter Müller und Michael „Vigo“ Friederici bildete, ein paar entscheidende Jahre vor den Sudhaus-Aktivitäten, den alternativen Kultur- und Gaststättenbetrieb namens Zentrum Zoo.

Doch zuerst einmal galt es die Folgen zu beseitigen, die ein automatenknackender Einbrecher und Brandstifter verursacht hatte. Ein rußgeschwärzter Anfang, „die schwarz ausgebrannte Höhle der Zoo-Löwen“, wie Friederici später so unnachahmlich dichtete: Sie rissen „die verkohlte Plüschpuffkultur ab, krochen noch angeregter in der stinkig versumpften Müllhalde namens Keller herum und freuten uns immer wieder über überraschende, gut versteckte Arbeitsproben in den ehemaligen Kunden-Stunden-Räumen im ersten Stock... Kurz: Es war eklig und grauenhaft – die Eröffnung dagegen verlief rauschend und glänzend.“

Jene Eröffnung war am Freitag, 27. November 1981. Kondome und Kredite – schnell verdrängt.... [2]

Das Gebäude wurde 2016 abgerissen.

siehe auch[Bearbeiten]

Tiergarten Tübingen: ehemaliger Privatzoo von Eugen Mannheim nahe der Ödenburg

Luftbild[Bearbeiten]

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Das Satellitenbild (2020) zeigt in der Vergrößerung noch den alten Zoo, in der Verkleinerung die Fläche nach dem Abriss.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]