Max-Eyth-Straße

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living_streetAnliegerstraße
OberflächeAsphalt
Höchstgeschwindigkeit30 km/h
Beleuchtetja
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Die Max-Eyth-Straße ist ein kurzes Sträßchen in der Weststadt zwischen Hermann-Hepper-Halle und Ammer, genauer zwischen Rappstraße und Dürrstraße. Sie wurde nach einer Umgestaltung am 23. April 2014[1] als Fahrradstraße wieder eröffnet.


Name

Sie ist nach einem Ingenieur, Maler und Schriftsteller benannt, der am 6. Mai 1836 in Kirchheim unter Teck geboren wurde und am 25. August 1906 in Ulm starb.[2]

Nach einem Maschinenbaustudium in Stuttgart arbeitete Max Eyth in der Dampfmaschinenfabrik Gotthilf Kuhn in Berg bei Stuttgart. Trotz seines Studienabschlusses musste er zunächst eine Schlosser-Lehre absolvieren, bevor er nach einer Tätigkeit als technischer Zeichner auch Konstrukteursaufgaben übernehmen durfte.

1862 trat er bei der englischen Dampfpflugfabrik Fowler in Leeds ein und übernahm die Auslandsvertretung für Dampfpflüge. Auf vielen Reisen und langjährigen Auslandsaufenthalten, u. a. nach Ägypten und in die USA, warb er für die Einführung von dampfmaschinengetriebenen Pflügen in der Landwirtschaft. Eyth war auch bei der Errichtung der Seilschifffahrt auf dem Rhein maßgeblich beteiligt. In der Zeit des amerikanischen Bürgerkriegs reiste er drei Jahre lang zu den Baumwollfeldern in Ägypten. Seine Erlebnisse dieser Zeit beschrieb er in seinem Roman Hinter Pflug und Schraubstock.

1882 kehrte Eyth nach Deutschland zurück. Er war maßgeblich an der Gründung der Deutschen Landwirtschaftsgesellschaft 1885 beteiligt und blieb bis 1896 deren geschäftsführender Direktor. Seine restlichen Jahre verbrachte er hauptsächlich mit schriftstellerischer Tätigkeit bei seiner Mutter in Ulm.[3] Testamentarisch stiftete er 80 000 Mark für Unfallopfer.[4]

Für einen Roman über den Schneider von Ulm begann der fast Siebzigjährige sogar noch eine Schneiderlehre. Die Drucklegung dieses Buchs erlebte Max Eyth nicht mehr. Er starb, während er die Zeitungsausschnitte über seinen 70. Geburtstag sortierte.[2]


Was hier ist

Im Haus Nr. 2 ist das Imbissgeschäft Kapadokya, südlich der Straße ist eine kleine dreieckige Grünanlage (inoffiziell Genkinger-Park) mit Tischkickern und Boules-Spielmöglichkeit, nordwestlich liegt ein neuer Spielplatz an der Freiackerstraße.

Quellen

  1. www.tuebingen.de/10115.html#10882
  2. 2,0 2,1 Andrea Bachmann: Straßen im Kreis: Max-Eyth-Straße. Tagblatt-Anzeiger, 5. Mai 2010.
  3. Max Eyth auf Wikipedia.
  4. Biographie.


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