Königin Olga von Württemberg: Unterschied zwischen den Versionen

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Das Königspaar Karl und Olga hielt sich im Frühling und Herbst häufig in [[Bebenhausen]] auf. Zwischen 1867 und 1871 ließ Karl am Südhang des nahen [[Kirnberg]] den ihr gewidmeten [[Olgahain]] anlegen. In diesen Jahreszeiten ist der Aufenthalt dort besonders angenehm und für Spaziergänge gut geeignet.  
  
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In Tübingen wurde nach ihr die [[Olgastraße]] benannt. Es gibt auch einen [[Olgastein]] im Wald sehr nahe bei Bebenhausen, gegenüber vom [[Waldhorn (Bebenhausen)|Waldhorn]].  
  
  

Version vom 12. Februar 2020, 20:16 Uhr

Kronprinzessin Olga 1848, Öl auf Leinwand, Eremitage
Königin Olga von Württemberg, Öl auf Leinwand von Franz Xaver Winterhalter, 1865


Olga Nikolajewna Romanowa (* 30. August 1822 in Sankt Petersburg, Russland; † 30. Oktober 1892 in Friedrichshafen am Bodensee) war als Tochter von Zar Nikolaus I. und seiner Gemahlin Charlotte von Preußen eine russische Großfürstin. Als Ehefrau des württembergischen Thronfolgers und schließlich Königs Karl I. war sie von 1846 bis 1864 Kronprinzessin und ab 1864 Königin von Württemberg.

In Palermo auf Sizilien lernte sie den württembergischen Kronprinzen Karl kennen. Später verlobten sie sich, und 1846 fand in St. Petersburg die feierliche Hochzeit statt. Nachdem ihre Ehe kinderlos blieb, adoptierte das Paar 1870 Wera Konstantinowna, die Tochter ihres Bruders Konstantin. In Stuttgart bewohnten sie hauptsächlich die neu erbaute prächtige Villa Berg. Ihr Sommerdomizil war meist Schloss Friedrichshafen.

Olga war eine schöne, selbstsichere, intelligente und politisch ehrgeizige Frau. Sie widmete sich vor allem sozialen Aufgaben. Sie bestätigte bestehende und gründete neue soziale Einrichtungen, kümmerte sich um die Versorgung Kranker, Behinderter und Kriegsverwundeter sowie um die Bildung und Erziehung von Mädchen. Durch dieses soziale Engagement wurde Königin Olga sehr beliebt bei der Bevölkerung. In Stuttgart sind zahlreiche Einrichtungen auch heute noch nach ihr benannt (zum Beispiel das Olgahospital für Kinder, das Karl-Olga-Krankenhaus und das Gymnasium Königin-Olga-Stift). Auch in anderen Teilen des Landes engagierte sie sich ähnlich. In Tübingen stiftete sie Stipendien für nichttheologische Studenten.

Das Königspaar Karl und Olga hielt sich im Frühling und Herbst häufig in Bebenhausen auf. Zwischen 1867 und 1871 ließ Karl am Südhang des nahen Kirnberg den ihr gewidmeten Olgahain anlegen. In diesen Jahreszeiten ist der Aufenthalt dort besonders angenehm und für Spaziergänge gut geeignet.

In Tübingen wurde nach ihr die Olgastraße benannt. Es gibt auch einen Olgastein im Wald sehr nahe bei Bebenhausen, gegenüber vom Waldhorn.


Einige weitere Benennungen

  • König Karl gründete 1871 den Olga-Orden für verdienstvolle Frauen bei der Pflege Kriegsverwundeter
  • Forscher nannten 1870f. eine Inselgruppe bei Spitzbergen König-Karl-Land und eine nahe Meerenge Olgastraße. 1872 erhielt die zentralaustralische Gebirgsgruppe Kata Tjuṯa den Namen Mounts Olga. Noch heute heißen sie bei den Anwohnern The Olgas.



Weblinks, Quellen