Gemeinschaftskraftwerk Tübingen

Aus TUEpedia
Wechseln zu:Navigation, Suche

Das Gemeinschaftskraftwerk Tübingen GmbH (GKT) in der Brunnenstraße 15 ist ein Fernheizkraftwerk mit einer Gesamtleistung von etwa 34 MWth und 10 MWel.

Fernheizwerk in der Brunnenstraße (2012)
Schornstein (2011)
Fassadendetail

Es handelt sich um ein Gas-und-Dampf-Kombikraftwerk oder Gas-und-Dampfturbinen-Kraftwerk (kurz GuD-Kraftwerk). Das ist ein Kraftwerk, in dem die Prinzipien eines Gasturbinenkraftwerkes und eines Dampfkraftwerkes kombiniert werden. Eine Gasturbine dient dabei als Wärmequelle für einen nachgeschalteten Abhitzekessel, der wiederum als Dampferzeuger für die Dampfturbine wirkt. Im Heizkraftwerk werden mit zwei Gasturbinen etwa 18,5 t/h und mit einem bivalenten Spitzenlastkessel rd. 14,5 t/h Dampf bzw. Heizwasser für die Fernwärme erzeugt.[1]

Das Gebäude wurde 1930/1931 zusammen mit der benachbarten Alten Waschhalle von von Hans Daiber erbaut[2] und steht unter Denkmalschutz.

Schornstein-Kürzung und geplanter Abriss[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wegen mangelnder Stabilität musste der denkmalgeschützte Schornstein 2024 von rund 75 Meter auf 50 Meter gekürzt werden - im August 2024 wurde mit dem Rückbau in Handarbeit begonnen,[3] im September wurde er vollendet. Ob der Schornstein komplett abgerissen werden muss, war zunächst unklar. Das Abbruchmaterial wurde daraufhin untersucht. Aus diesen Untersuchungen sollte hervorgehen, ob die Standfestigkeit gegeben ist.[4]


... ein von den Stadtwerken beauftragtes Gutachten kam jüngst zu dem Ergebnis, dass das Bauwerk aus dem Jahr 1930/1931 nicht mehr sicher genug steht. Insbesondere der Mörtel bereitet Sorgen. Er sei von den Abgasen aus dem Fernheizwerk und von Witterungseinflüssen stark angegriffen, wie die Materialprüfungsanstalt Stuttgart an einigen Bohrkernen festgestellt habe.


Im Januar 2026 wurde bekannt, dass der Schornstein komplett abgerissen werden muss und durch einen Neubau ersetzt werden soll. Der Abbruch des Schornsteins und die Inbetriebnahme des Neubaus sollen noch im selben Jahr erfolgen.[5]

Backsteine sind beim Natursteinpark Rongen zu haben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Mai 2025 berichtete das Tagblatt, dass 111 Tonnen der Schornstein-Baacksteine im Natursteinpark Rongen im Schindhau angekommen sind und dort käuflich zu erwerben sind. Aus Sicht der Stadtwerke eine Win-Win-Geschichte, weil eine Entsorgung teurer geworden wäre als der Transport zu Rongen. "Alles Ziegelsteine im sogenannten Reichsformat: 240 mal 115 mal 63 Millimeter. Umgerechnet etwa 17.000 Stück. Die je 3,6 Kilogramm schweren Quader, die zwei Mitarbeiter Rongens an diesem Vormittag händisch mit Spachteln vom Mörtel befreien, bildeten bis vor wenigen Monaten die nun fehlenden 25 Meter des historischen Schornsteins in der Tübinger Brunnenstraße." [6]

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]