Franz Bärtle: Unterschied zwischen den Versionen

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1892-96 studierte er an der TH Stuttgart (Hochbau); bis 1899 absolvierte er Praktika bei Eisenlohr & Weigle und Beisbarth & Früh ebenda. 1898-1902 war er in der Firma des Vaters in Tübingen tätig, ab 1900 mit eigenem Büro. 1902 wurde er Regierungs-Baurat.  
 
1892-96 studierte er an der TH Stuttgart (Hochbau); bis 1899 absolvierte er Praktika bei Eisenlohr & Weigle und Beisbarth & Früh ebenda. 1898-1902 war er in der Firma des Vaters in Tübingen tätig, ab 1900 mit eigenem Büro. 1902 wurde er Regierungs-Baurat.  
  
"Neben einigen Gewerbebauten errichtete er v.a. Wohnhäuser, ab 1914 zunehmend villenartige Einfamilienhäuser. Vom anfänglich malerisch wirkenden, polychromen Historismus kommt Bärtle bald zu klarer Raum- und Flächengliederung mit wenigen dekorativen Akzenten (z.B. [[Marquardtei]] Tübingen). Typisch für seine Wohnbauten sind hohher Sockel, niedriges Obergeschoss direkt unter der Dachkante und hohe Dachformen mit kurzem First, in der Gesamtheit mit kubischer Wirkung. Nach 1918 erfolgte eine weitere Vereinfachung in Richtung der Ästhetik des Neuen Bauens."<ref>''Saur Allgemeines Künstler-Lexikon'', Bd. 6, München/Leipzig: K.G. Saur, 1992, S. 251</ref>  
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"Neben einigen Gewerbebauten errichtete er v.a. Wohnhäuser, ab 1914 zunehmend villenartige Einfamilienhäuser. Vom anfänglich malerisch wirkenden, polychromen Historismus kommt Bärtle bald zu klarer Raum- und Flächengliederung mit wenigen dekorativen Akzenten (z.B. [[Marquardtei]] Tübingen). Typisch für seine Wohnbauten sind hoher Sockel, niedriges Obergeschoss direkt unter der Dachkante und hohe Dachformen mit kurzem First, in der Gesamtheit mit kubischer Wirkung. Nach 1918 erfolgte eine weitere Vereinfachung in Richtung der Ästhetik des Neuen Bauens."<ref>''Saur Allgemeines Künstler-Lexikon'', Bd. 6, München/Leipzig: K.G. Saur, 1992, S. 251</ref>  
  
 
Er war der Sohn des Werkmeisters Franz Josef Bärtle sowie Vater des Bildhauers [[Ugge Bärtle]] und des Architekten Walter Bärtle.  
 
Er war der Sohn des Werkmeisters Franz Josef Bärtle sowie Vater des Bildhauers [[Ugge Bärtle]] und des Architekten Walter Bärtle.  
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==Beispiele seiner Werke==  
 
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*1898 "Haus Neckarblick", Neckarhalde 37 (vermutlich zusammen mit seinem Vater)  
 
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*1899 Frondsbergstraße 16 (Wohnhaus, 1977 abgebrochen)
 
*1903 Gartenstraße 73 (eigenes Wohnhaus)  
 
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*1905 Rümelinstraße 2 (Wohnhaus)  
 
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*1919 Kilchberg, Tessinstraße 46 (Landwirtschaftliches Gebäude)  
 
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*1919-21 Bauführung beim Bau der [[Post|Hauptpost]] am Bahnhof
 
*1919 ff. Ensemble des [[Berghof]]s in Lustnau (nach Vorgaben des Bauherrn Friedrich Zundel)  
 
*1919 ff. Ensemble des [[Berghof]]s in Lustnau (nach Vorgaben des Bauherrn Friedrich Zundel)  
 
*1924 Eisenbahnstraße 28 (Gasthaus Güterbahnhof)  
 
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Desweiteren diverse Umbauten und Wettbewerbsteilnahmen  
 
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Datei:Ehemaliges Klinisches Jugendheim.jpg|Frondsbergstraße 16
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Datei:Buchdruckerei von H. Laupp Jr..jpg|Druckerei Laupp, Portal
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Datei:Tübingen Marquardtei außen.jpg|Marquardtei
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Datei:Berghof Villa Sonnhalde.jpg|Berghof, Villa Sonnhalde
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Version vom 7. Oktober 2019, 21:42 Uhr

Franz Bärtle (1. Juli 1872 in Kißlegg; † 13. Mai 1960 in Tübingen) war ein Architekt. Von ihm stammen zahlreiche Gebäude in Tübingen und der Region.

1892-96 studierte er an der TH Stuttgart (Hochbau); bis 1899 absolvierte er Praktika bei Eisenlohr & Weigle und Beisbarth & Früh ebenda. 1898-1902 war er in der Firma des Vaters in Tübingen tätig, ab 1900 mit eigenem Büro. 1902 wurde er Regierungs-Baurat.

"Neben einigen Gewerbebauten errichtete er v.a. Wohnhäuser, ab 1914 zunehmend villenartige Einfamilienhäuser. Vom anfänglich malerisch wirkenden, polychromen Historismus kommt Bärtle bald zu klarer Raum- und Flächengliederung mit wenigen dekorativen Akzenten (z.B. Marquardtei Tübingen). Typisch für seine Wohnbauten sind hoher Sockel, niedriges Obergeschoss direkt unter der Dachkante und hohe Dachformen mit kurzem First, in der Gesamtheit mit kubischer Wirkung. Nach 1918 erfolgte eine weitere Vereinfachung in Richtung der Ästhetik des Neuen Bauens."[1]

Er war der Sohn des Werkmeisters Franz Josef Bärtle sowie Vater des Bildhauers Ugge Bärtle und des Architekten Walter Bärtle.


Beispiele seiner Werke

  • 1898 "Haus Neckarblick", Neckarhalde 37 (vermutlich zusammen mit seinem Vater)
  • 1899 Frondsbergstraße 16 (Wohnhaus, 1977 abgebrochen)
  • 1903 Gartenstraße 73 (eigenes Wohnhaus)
  • 1905 Rümelinstraße 2 (Wohnhaus)
  • 1905 Buchdruckerei von H. Laupp jr., Herrenberger Straße 1-3 (heute Volksbank)
  • 1907/08 Gartenstraße 55, 59 (Wohnhäuser)
  • 1907 Bauführung beim Bismarckturm
  • 1908 Paul-Lechler Straße 17 (Sommerhaus)
  • 1908 Pfäffingen, Nagolder Straße 7 (Gasthaus zum Bahnhof)
  • 1909 Gasthaus zum Adler, Bebenhäuser Straße 2
  • 1909 Lange Gasse 27 (Wohn- und Geschäftshaus)
  • 1909 Köllestraße 5 (Wohnhaus)
  • 1910 Marquardtei, Herrenberger Straße 34 (Brauereigaststätte und Wohnhaus)
  • 1910 Rappstraße 44 (Wohnhaus)
  • 1910 Gasthaus zum Westbahnhof, Schleifmühleweg 64
  • 1911 Wilhelmstraße 109 (Wohnhaus)
  • 1912 Eisenbahnstraße 26 (Gaststätte)
  • 1919 Kilchberg, Tessinstraße 46 (Landwirtschaftliches Gebäude)
  • 1919-21 Bauführung beim Bau der Hauptpost am Bahnhof
  • 1919 ff. Ensemble des Berghofs in Lustnau (nach Vorgaben des Bauherrn Friedrich Zundel)
  • 1924 Eisenbahnstraße 28 (Gasthaus Güterbahnhof)
  • 1925 Hechingen, Hofgartenstraße 39 (Verwaltungsgebäude Hohenzollerische Landesbahn)
  • 1927 Hackersteigle 10 (Wohnhaus)
  • 1931 Hallstattstraße 10 (Wohnhaus)
  • 1931 Rosenauer Weg 4 (Wohnhaus)
  • 1932 Gartenstraße 71 (Wohnhaus)
  • 1934 Altenburg bei Reutlingen, Neckartalstraße (Wohnhaus)
  • 1935/36 Stuttgart-Sillenbuch, Kirchheimer Straße 10 (Wohnhaus und Atelier)
  • 1935/36 Hallstattstraße 6, 8 (Wohnhäuser)
  • 1936 Bad Waldsee (Viehvesteigerungshalle)
  • 1951 Köllestraße 1/1 (Fabrikgebäude)

Desweiteren diverse Umbauten und Wettbewerbsteilnahmen


Bilder

weitere Bilder gewünscht


Quellen

  • Gernot Närger: Franz Bärtle 1872-1960. Ein Tübinger Architekt im ersten Drittel des 20. Jahrhunderts. Katalog einer Ausstellung in der Volksbank Tübingen, Red.: Wilfried Setzler, Tübingen: Kulturamt 1989
  1. Saur Allgemeines Künstler-Lexikon, Bd. 6, München/Leipzig: K.G. Saur, 1992, S. 251