Erbotherm

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Kurzwellen-Erbotherm im Tübinger Stadtmuseum in der Kornhausstraße

Das Kurzwellen-Erbotherm war ein erfolgreiches medizintechnisches Mikrowellentherapiegerät der Firma C. Erbe in Tübingen. Das Gerät wurde und wird zur Hochfrequenz-Wärmetherapie für viele Anwendungen in Klinik und Praxis eingesetzt. Gegenüber klassischen Verfahren, wie Fango-Packungen, Warmwasserbädern, Infrarotlichtbestrahlung und Heizkissen bietet die Anwendung von Kurzwellenenergie zur Wärmetherapie den Vorteil größerer Eindringtiefe. Die im Körper gebildete Wärme löst eine Reihe physiologischer Prozesse aus. Muskulatur, Sehnen und andere bindegewebige Strukturen werden spasmolytisch beeinflußt, der Zellstoffwechsel und die Enzymreaktionsgeschwindigkeit erhöht und die Durchblutung im behandelten Gebiet gesteigert.

Die Haupt-Anwendungsgebiete für die Kurzwellen-Wärmetherapie sind:

  • Rheumatische Erkrankungen der Gelenke und Muskulatur,
  • Entzündliche Erkrankungen der Atmungsorgane, der Nieren und Harnwege, sowie
  • Erkrankungen, die auf einer mangelhaften Durchblutung beruhen.[1]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Christian Heinrich Erbe (1821 - 1902) eröffente in der Neuen Straße 2 in Tübingen seine Werkstatt C. Erbe, in der er optische und mechanische Instrumente für die Tübinger Universitätsinstitute herstellte. 1923 wurde dort der erste Hochfrequenz-Generator für Chirurgie und Therapie hergestellt. Die Firma ist inzwischen als ERBE Elektromedizin GmbH in der Waldhörnlestraße 17 tätig. [2]

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]