Barbarakirche Unterjesingen: Unterschied zwischen den Versionen

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Die evangelische '''Barbarakirche''' in der Ortsmitte von [[Unterjesingen]] wurde von [[1475]] bis [[1484]] im Stil der Spätgotik unter [[Graf Eberhard im Bart|Eberhard V. im Bart]] und der Uracher Bauschule erbaut.  
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Die evangelische '''Barbarakirche''' in der Ortsmitte von [[Unterjesingen]] steht an der [[Kirchhalde]] nördlich oberhalb der [[Jesinger Hauptstraße]]. Die Kirchengemeinde (ca. 1.300 Mitglieder) umfasst den Stadtteil Unterjesingen.  
 
 
  
 
==Geschichte, Bau==  
 
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Die Kirchengemeinde Unterjesingen (ca. 1.300 Mitglieder) umfasst den Stadtteil [[Unterjesingen]]. Eine Kirche und Pfarrei wurde in Unterjesingen bereits im 11. Jahrhundert erwähnt. [[1360]] wird die Kirche St. Barbara genannt. Das Patronat hatte das Kloster Blaubeuren, dem die Kirche 1359/63 inkorporiert wurde. 1404 wurde sie an [[Württemberg]] verkauft, das die [[Reformation]] einführte. Die spätgotische Kirche wurde 1470/94 erbaut. Bauherr war Graf Eberhard V. im Barte. 1966/67 wurde die Kirche renoviert. Im Innern ist die Kanzel von 1567 noch erhalten. 1894 wurde die Kirche von Heinrich Dolmetsch neogotisch erneuert und u. a. mit zeittypischer figürlicher Chorverglasung (Kreuzigungsszene) versehen, jedoch wurde dies 1964/65 wieder rückgängig gemacht. Das Sakramentshäuschen der Kirche aus dem Jahr 1475 wurde 1927 wieder eingebaut, nachdem es im Zuge der Reformation ausgebaut worden war und in einem Bauernhaus entdeckt wurde. Die Holzdecke stammt aus dem Jahr 1894. Das Kruzifix ist barock. Um die Kirche sind einige Grabmale, darunter eines aus dem Jahr 1578 für Agnes Andreä, der Gattin des Pfarrers David Andreä.
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Eine Kirche und Pfarrei wurde in Unterjesingen bereits im [[:Kategorie:11.Jahrhundert|11. Jahrhundert]] erwähnt. [[1360]] wird die Kirche St. Barbara genannt. Das Patronat hatte das Kloster Blaubeuren, dem die Kirche 1359/63 inkorporiert wurde. 1404 wurde sie an [[Württemberg]] verkauft, das die [[Reformation]] einführte. Die spätgotische Kirche wurde [[1475]]-[[1484]] im Auftrag von [[Graf Eberhard im Bart|Graf Eberhard V. im Barte]] von der Uracher Bauschule errichtet. 1966/67 wurde die Kirche renoviert. Im Innern ist die Kanzel von 1567 noch erhalten. 1894 wurde die Kirche von Heinrich Dolmetsch neogotisch erneuert und u. a. mit zeittypischer figürlicher Chorverglasung (Kreuzigungsszene) versehen, jedoch wurde dies 1964/65 wieder rückgängig gemacht. Das Sakramentshäuschen der Kirche aus dem Jahr 1475 wurde 1927 wieder eingebaut, nachdem es im Zuge der Reformation ausgebaut worden war und in einem Bauernhaus entdeckt wurde. Die Holzdecke stammt aus dem Jahr 1894. Das Kruzifix ist barock. Um die Kirche sind einige Grabmale, darunter eines aus dem Jahr 1578 für Agnes Andreä, der Gattin des Pfarrers David Andreä.
  
 
Bis 1939 gehörte die Kirchengemeinde Unterjesingen zum Kirchenbezirk [[Herrenberg]]. Mit Wirkung vom 1. April 1939 wurde sie in den Kirchenbezirk Tübingen umgegliedert.  
 
Bis 1939 gehörte die Kirchengemeinde Unterjesingen zum Kirchenbezirk [[Herrenberg]]. Mit Wirkung vom 1. April 1939 wurde sie in den Kirchenbezirk Tübingen umgegliedert.  
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*[https://www.kirchenbezirk-tuebingen.de/gemeinden/unterjesingen/ Kirchenbezirk-Tübingen/Gemeinden/Unterjesingen]  
 
*[https://www.kirchenbezirk-tuebingen.de/gemeinden/unterjesingen/ Kirchenbezirk-Tübingen/Gemeinden/Unterjesingen]  
 
*[https://de.wikipedia.org/wiki/Kirchenbezirk_T%C3%BCbingen#Kirchengemeinde_Unterjesingen Kirchenbezirk Tübingen, Kirchengemeinde Unterjesingen], Wikipedia  
 
*[https://de.wikipedia.org/wiki/Kirchenbezirk_T%C3%BCbingen#Kirchengemeinde_Unterjesingen Kirchenbezirk Tübingen, Kirchengemeinde Unterjesingen], Wikipedia  
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*''Die Kirche zu Unterjesingen: 1484 - 1984''. Hrsg. von Helmut Silber, Evang. Kirchengemeinde Unterjesingen, 1984, - 88 S., zahlr. Ill., [https://rds-tue.ibs-bw.de/opac/RDSIndex/Search?lookfor=kirche+unterjesingen+&type=AllFields&limit=10&sort=py+desc%2C+title Inhaltsverzeichnis (PDF)]
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[[Kategorie:Kirchen]]
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[[Kategorie:Unterjesingen]]  
 
[[Kategorie:Unterjesingen]]  
 
[[Kategorie:15. Jahrhundert]]
 
[[Kategorie:15. Jahrhundert]]

Version vom 14. Februar 2020, 23:54 Uhr


Barbarakirche
Andachtsstätte
AdresseKirchhalde 3
72070 Tübingen
Webhttps://www.barbaragemeinde.de/kirche/barbarakirche/
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Barbarakirche von Norden

Die evangelische Barbarakirche in der Ortsmitte von Unterjesingen steht an der Kirchhalde nördlich oberhalb der Jesinger Hauptstraße. Die Kirchengemeinde (ca. 1.300 Mitglieder) umfasst den Stadtteil Unterjesingen.

Geschichte, Bau

Eine Kirche und Pfarrei wurde in Unterjesingen bereits im 11. Jahrhundert erwähnt. 1360 wird die Kirche St. Barbara genannt. Das Patronat hatte das Kloster Blaubeuren, dem die Kirche 1359/63 inkorporiert wurde. 1404 wurde sie an Württemberg verkauft, das die Reformation einführte. Die spätgotische Kirche wurde 1475-1484 im Auftrag von Graf Eberhard V. im Barte von der Uracher Bauschule errichtet. 1966/67 wurde die Kirche renoviert. Im Innern ist die Kanzel von 1567 noch erhalten. 1894 wurde die Kirche von Heinrich Dolmetsch neogotisch erneuert und u. a. mit zeittypischer figürlicher Chorverglasung (Kreuzigungsszene) versehen, jedoch wurde dies 1964/65 wieder rückgängig gemacht. Das Sakramentshäuschen der Kirche aus dem Jahr 1475 wurde 1927 wieder eingebaut, nachdem es im Zuge der Reformation ausgebaut worden war und in einem Bauernhaus entdeckt wurde. Die Holzdecke stammt aus dem Jahr 1894. Das Kruzifix ist barock. Um die Kirche sind einige Grabmale, darunter eines aus dem Jahr 1578 für Agnes Andreä, der Gattin des Pfarrers David Andreä.

Bis 1939 gehörte die Kirchengemeinde Unterjesingen zum Kirchenbezirk Herrenberg. Mit Wirkung vom 1. April 1939 wurde sie in den Kirchenbezirk Tübingen umgegliedert.


Weblinks, Quellen


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