Österbergturm: Unterschied zwischen den Versionen

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* [[3. Juli]] [[1891]]: Der ursprünglich als Aussichtsturm gebaute '''Kaiser-Wilhelm-Turm''' wird eingeweiht.<ref>"Bilder zur Geschichte der Stadt Tübingen", Jürgen Sydow, H. Laupp'sche Buchhandlung, 1980, Seite 175</ref> Der Name bezieht sich auf den 1888 verstorbenen [http://de.wikipedia.org/wiki/Wilhelm_I._(Deutsches_Reich) Kaiser Wilhelm I.]. <ref>[http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_Kaiser-Wilhelm-I.-Denkm%C3%A4ler#T.C3.BCrme.2C_die_in_ihrer_Grundidee_dem_Andenken_des_Kaisers_Wilhelm_I._gewidmet_wurden Kaiser-Wilhelm-I.-Denkmäler (Wikipedia)] </ref>  
 
* [[3. Juli]] [[1891]]: Der ursprünglich als Aussichtsturm gebaute '''Kaiser-Wilhelm-Turm''' wird eingeweiht.<ref>"Bilder zur Geschichte der Stadt Tübingen", Jürgen Sydow, H. Laupp'sche Buchhandlung, 1980, Seite 175</ref> Der Name bezieht sich auf den 1888 verstorbenen [http://de.wikipedia.org/wiki/Wilhelm_I._(Deutsches_Reich) Kaiser Wilhelm I.]. <ref>[http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_Kaiser-Wilhelm-I.-Denkm%C3%A4ler#T.C3.BCrme.2C_die_in_ihrer_Grundidee_dem_Andenken_des_Kaisers_Wilhelm_I._gewidmet_wurden Kaiser-Wilhelm-I.-Denkmäler (Wikipedia)] </ref>  
 
* [[1907]] wurde neben dem Turm ein offener Wasserhochbehälter zur Trinkwasserversorgung gebaut.<ref>[http://www.tuebingen.de/2319/173/197.html Tübinger Stadtchronik ab 1900]</ref>
 
* [[1907]] wurde neben dem Turm ein offener Wasserhochbehälter zur Trinkwasserversorgung gebaut.<ref>[http://www.tuebingen.de/2319/173/197.html Tübinger Stadtchronik ab 1900]</ref>
* [[1921]]-[[1923|23]] wurde das Becken zu einem fortschrittlichen Pumpspeicherwerk mit dem Elektrizitätswerk am [[Stauwehr|Neckar-Stauwehr]] erweitert und über Druckleitungen mit dem Neckarkraftwerk verbunden. Dieses war die zweite nach Fridingen an der Donau gebaute derartige Anlage in Deutschland.<ref>"Energetisch für Tübingen - 140 Jahre Gas - 100 Jahre Strom" der [[Stadtwerke Tübingen]] GmbH, 1. Auflage [[2002]], Seite 73</ref>. Mit dieser heute wieder aktuellen Technik wurde der gleichmäßig über den Tag u.a. durch Wasserkraft am [[Stauwehr|Neckarkraftwerk Brückenstraße]] erzeugte Strom in der verbrauchsärmeren Nacht zum ca. 125 m Bergaufpumpen von Neckarwasser genutzt. Am nächsten Tag stand dann die durch die Höhendifferenz gespeicherte kinetische Energie zur Erzeugung von zusätzlichem Strom zu Spitzenverbrauchszeiten am Tag (z.B. für Fabriken) zur Verfügung. Mittels einer Fall-Hochdruckleitung zurück in das Neckartal wurde der Strom einer Turbine zugeführt, die einen Generator zur Stromerzeugung antrieb. Tübingen war demnach schon damals [[Tübingen macht blau|energiepolitisch]] sehr fortschrittlich. Daten: Speichervolumen: 7.000 cbm, Leistung: 2x 200 kW
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* [[1921]]-[[1923|23]] wurde das Becken zu einem fortschrittlichen Pumpspeicherwerk mit dem Elektrizitätswerk am [[Stauwehr|Neckar-Stauwehr]] erweitert und über Druckleitungen mit dem Neckarkraftwerk verbunden. Dieses war die zweite<ref>"Energetisch für Tübingen - 140 Jahre Gas - 100 Jahre Strom" der [[Stadtwerke Tübingen]] GmbH, 1. Auflage [[2002]], Seite 73</ref> oder vierte<ref>[http://www.bruender.de/gminder/ www.bruender.de/gminder/]</ref> gebaute derartige Anlage in Deutschland. Mit dieser heute wieder aktuellen Technik wurde der gleichmäßig über den Tag u.a. durch Wasserkraft am [[Stauwehr|Neckarkraftwerk Brückenstraße]] erzeugte Strom in der verbrauchsärmeren Nacht zum ca. 125 m Bergaufpumpen von Neckarwasser genutzt. Am nächsten Tag stand dann die durch die Höhendifferenz gespeicherte kinetische Energie zur Erzeugung von zusätzlichem Strom zu Spitzenverbrauchszeiten am Tag (z.B. für Fabriken) zur Verfügung. Mittels einer Fall-Hochdruckleitung zurück in das Neckartal wurde der Strom einer Turbine zugeführt, die einen Generator zur Stromerzeugung antrieb. Tübingen war demnach schon damals [[Tübingen macht blau|energiepolitisch]] sehr fortschrittlich. Daten: Speichervolumen: 7.000 cbm, Leistung: 2x 200 kW
 
* [[1944]]: Bei einem Bombenangriff wird das Reservoir teilweise zerstört und danach nicht mehr genutzt.  
 
* [[1944]]: Bei einem Bombenangriff wird das Reservoir teilweise zerstört und danach nicht mehr genutzt.  
 
* [[1960]] wurde das Reservoir-Speicherbecken eingeebnet und die Fläche begrünt.<ref>Ausstellung im Neckarwerk Juni 2011</ref> Dort ist heute der [[Spielplatz am Österbergturm]].
 
* [[1960]] wurde das Reservoir-Speicherbecken eingeebnet und die Fläche begrünt.<ref>Ausstellung im Neckarwerk Juni 2011</ref> Dort ist heute der [[Spielplatz am Österbergturm]].
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== So sieht's der Vogel  ==
 
== So sieht's der Vogel  ==
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Version vom 26. Dezember 2013, 13:21 Uhr

Österbergturm

Der Österbergturm steht weithin sichtbar auf der Spitze des Österberges.


Geschichte

Plan für das auf dem Österberg 1921-23 gebaute Pumspeicherwerk
Kaiser-Wilhelm-Turm nach 1905
  • 3. Juli 1891: Der ursprünglich als Aussichtsturm gebaute Kaiser-Wilhelm-Turm wird eingeweiht.[1] Der Name bezieht sich auf den 1888 verstorbenen Kaiser Wilhelm I.. [2]
  • 1907 wurde neben dem Turm ein offener Wasserhochbehälter zur Trinkwasserversorgung gebaut.[3]
  • 1921-23 wurde das Becken zu einem fortschrittlichen Pumpspeicherwerk mit dem Elektrizitätswerk am Neckar-Stauwehr erweitert und über Druckleitungen mit dem Neckarkraftwerk verbunden. Dieses war die zweite[4] oder vierte[5] gebaute derartige Anlage in Deutschland. Mit dieser heute wieder aktuellen Technik wurde der gleichmäßig über den Tag u.a. durch Wasserkraft am Neckarkraftwerk Brückenstraße erzeugte Strom in der verbrauchsärmeren Nacht zum ca. 125 m Bergaufpumpen von Neckarwasser genutzt. Am nächsten Tag stand dann die durch die Höhendifferenz gespeicherte kinetische Energie zur Erzeugung von zusätzlichem Strom zu Spitzenverbrauchszeiten am Tag (z.B. für Fabriken) zur Verfügung. Mittels einer Fall-Hochdruckleitung zurück in das Neckartal wurde der Strom einer Turbine zugeführt, die einen Generator zur Stromerzeugung antrieb. Tübingen war demnach schon damals energiepolitisch sehr fortschrittlich. Daten: Speichervolumen: 7.000 cbm, Leistung: 2x 200 kW
  • 1944: Bei einem Bombenangriff wird das Reservoir teilweise zerstört und danach nicht mehr genutzt.
  • 1960 wurde das Reservoir-Speicherbecken eingeebnet und die Fläche begrünt.[6] Dort ist heute der Spielplatz am Österbergturm.
  • 1963 wurde beim Umbau des Turmes aus Platzgründen das frühere Spitzdach abgetragen. Seitdem wird er als Mast für Antennen (Fernsehumsetzer, Mobilfunk, Feuerwehr? und Polizei?) genutzt und ist seit Ende der 1990er Jahre nur noch auf besondere Anfrage für die Öffentlichkeit zugänglich.[7] Ein Modell des Turms im ursprünglichen Zustand befindet sich im Stadtmuseum. Heute heißt der Turm offiziell "Österbergturm".


Kaiser-Wilhelm-Turm kurz nach 1892. Damals gab es, anders als heute, noch fast keine Bäume in der Umgebung des Turms.


So sieht's der Vogel



Quellen

  1. "Bilder zur Geschichte der Stadt Tübingen", Jürgen Sydow, H. Laupp'sche Buchhandlung, 1980, Seite 175
  2. Kaiser-Wilhelm-I.-Denkmäler (Wikipedia)
  3. Tübinger Stadtchronik ab 1900
  4. "Energetisch für Tübingen - 140 Jahre Gas - 100 Jahre Strom" der Stadtwerke Tübingen GmbH, 1. Auflage 2002, Seite 73
  5. www.bruender.de/gminder/
  6. Ausstellung im Neckarwerk Juni 2011
  7. Österbergturm bei der deutschen Wikipedia