Wilhelmstraße

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Blick in die Wilhelmstraße vom Geschwister-Scholl-Platz aus

Die Wilhelmstraße ist eine ca. 2 km lange Ausfallstraße von der Altstadt aus nach Lustnau. An dieser viel befahrenen Straße liegen viele Einrichtungen der Universität.

Name[Bearbeiten]

Der Name bezieht sich auf König Wilhelm I. von Württemberg (1781 - 1864). Im Stadtplan von 1876 ist sie bereits als Wilhelmstraße eingezeichnet, im Katasterplan von 1819 steht an der Stelle "nach Stuttgart".[1] Der östliche Teil hieß früher "Lustnauer Allee".

Geschichte[Bearbeiten]

Es gab schon im Mittelalter einen Weg, der durch die damals sehr feuchten Wiesen an der Ammer-Schleife um den Österberg nach Lustnau führte. Doch wurde eine befestigte Straße erst nach der Trockenlegung des Tals und Verlegung der Ammer weiter zum Österberg hin möglich. Um 1840 wurde die Straße zur Erschließung der dort zeitgleich geplanten Universitätsbauten ausgebaut. Die Universität brauchte mehr Platz als die beengten Verhältnisse in der Altstadt boten. So wurde dieser Teil von Tübingen, die Wilhelmsvorstadt, als einer der ersten systematisch erschlossen. Dieses spiegelt sich noch heute in dem rechtwinkligen Straßenmuster beiderseits der Wilhelmstraße wider.

Bilder bei FlickR zum Thema Tübingen & Wilhelmstraße
Die Wilhelmstraße an der Abzweigung der Silcherstraße zu den Kliniken, vermutlich 1950er Jahre. Blick in Richtung Lustnauer Tor. Die Wilhelmstraße ist noch keine Einbahnstraße.
Historischer Blick (1870 - 1880) vom Lustnauer Tor in die Wilhelmstraße. Die beiden dunkleren Gebäude links mussten für die Verbreiterung des Schimpf-Ecks nach dem 2. Weltkrieg abgerissen werden.
Wilhelmstraße mit Neuer Aula auf alter Postkarte
Wilhelmstraße 11, früher Kanzlerhaus, heute Studierendensekretariat der Uni
Neue Aula und Umgebung, rechts Ehemalige Universitäts-Turnhalle, 1899
Neue Aula und Umgebung, rechts Bonatzbau der Unibibliothek, nach 1912

Lage und Verlauf[Bearbeiten]

Sie beginnt am Lustnauer Tor, Ecke Am Stadtgraben und führt anfangs (bis zur Mohlstraße) als Einbahnstraße schnurgerade am Alten Botanischen Garten und der Neuen Aula vorbei. Sie macht dann eine Kurve um Ausläufer des Österberges. Bis hier fließt die Ammer meist nur 50-100 m entfernt parallel zur Straße. Das Ende findet die Wilhelmstraße in Lustnau an der so genannten Adler-Kreuzung, wo sie auf die querende Stuttgarter Straße trifft. Die Pfrondorfer Straße ist eine geradlinige Verlängerung.


Läden und Einrichtungen[Bearbeiten]

nach Hausnummern:

Anmerkung zum Haus Nr. 44: Welcher Jüngere glaubt's heute noch? Vor dem Neubau war an dieser zentrumsnahen Stelle noch bis Anfang der 90er Jahre eine Esso-Tankstelle und Autoreparaturwerkstatt.

Bushaltestellen[Bearbeiten]

Blick von oben[Bearbeiten]

Fotos[Bearbeiten]


Quellen[Bearbeiten]

  1. Stadtplan von 1819