Wilhelmstraße
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Die Wilhelmstraße ist eine ca. 2 km lange Ausfallstraße von der Altstadt aus nach Lustnau. An dieser viel befahrenen Straße liegen viele Einrichtungen der Universität.
Bedeutung für Tübingen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Das Unimagazin Kupferblau schreibt über die Wilhelmstraße:
Was für New York der Broadway, für Paris die Champs-Élysées oder für Oz der gelbe Ziegelsteinweg, ist für Tübingen gewiss die Wilhelmstraße. Die Mutter aller 40er-Zonen zieht sich als ein langes Band vom Lustnauer Tor, dem Epizentrum des Tübinger Partylebens und Eingang zur Altstadt bis nach Lustnau, dem Epizentrum und Eingang … naja Lustnaus. Statt des Times Squares, schicken Boutiquen oder sprechenden Vogelscheuchen ist der Weg hier gesäumt von allem, was die Tübinger*innen in ihren Herzen tragen: Dem Bota, der Neuen Aula, dem Brechtbau, dem Schiebeparkplatz und dem Metzger der schon seit geschätzten 130 Jahren auf seinem riesigen Plakat für seinen „El Kawé“ wirbt.
Name[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Der Name bezieht sich auf König Wilhelm I. von Württemberg (1781 - 1864). Im Stadtplan von 1876 ist sie bereits als Wilhelmstraße eingezeichnet, im Katasterplan von 1819 steht an der Stelle "nach Stuttgart".[1] Der östliche Teil hieß früher "Lustnauer Allee".
Anfang 2023 legte eine Kommission zur Überprüfung der Tübinger Straßennamen ihren Abschlussbericht vor. Darin heißt es, die Kommission habe bei Wilhelm I. „keine konkreten Hinweise auf eine ethische Problemlage“ gefunden. Dies wurde von verschiedenen Seiten, u.a. in der lokalen Presse und in Leserbriefen kritisiert: Tübingens repräsentativste Straße sei nach einem Monarchen benannt, der Volksvertretungen generell abgelehnt und Prügel- und Todesstrafe wieder eingeführt habe. Im Juni 2023 brachten Unbekannte deshalb einen "goldenen Knoten" am Straßenschild an.[2] Mit "Knoten" aus dem 3D-Drucker werden in Tübingen Straßen markiert, die "kritikwürdig" sind.
Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Es gab schon im Mittelalter einen Weg, der durch die damals sehr feuchten Wiesen an der Ammer-Schleife um den Österberg nach Lustnau führte. Doch wurde eine befestigte Straße erst nach der Trockenlegung des Tals und Verlegung der Ammer weiter zum Österberg hin möglich. Um 1840 wurde die Straße zur Erschließung der dort zeitgleich geplanten Universitätsbauten ausgebaut. Die Universität brauchte mehr Platz als die beengten Verhältnisse in der Altstadt boten. So wurde dieser Teil von Tübingen, die Wilhelmsvorstadt, als einer der ersten systematisch erschlossen. Dieses spiegelt sich noch heute in dem rechtwinkligen Straßenmuster beiderseits der Wilhelmstraße wider.
Lage und Verlauf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Sie beginnt am Lustnauer Tor, Ecke Am Stadtgraben und führt anfangs (bis zur Mohlstraße) als Einbahnstraße schnurgerade am Alten Botanischen Garten und der Neuen Aula vorbei. Sie macht dann eine Kurve um Ausläufer des Österberges. Bis hier fließt die Ammer meist nur 50-100 m entfernt parallel zur Straße. Das Ende findet die Wilhelmstraße in Lustnau an der so genannten Adler-Kreuzung, wo sie auf die querende Stuttgarter Straße trifft. Die Pfrondorfer Straße ist eine geradlinige Verlängerung.
Läden und Einrichtungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
nach Hausnummern:
- 3: Museum mit der Museumsgesellschaft Tübingen e.V.
- 3: Restaurant 1821
- 3: N-Telecenter Internetcafe, Copyshop Museum
- 3/1: Taxi-Zentrale (im "Kommödle")
- 3/1: Umwelt-Taxi Tübingen (Tolon UMTATÜ-Erdgastaxi)
- 3/1: Taxi Akbulut Tübingen (Taxi Muhsin Akbulut)
- 3/1: Willi Shop
- 3/2: Mitwohnzentrale
- 5: Alte Botanik, Zentrale Verwaltung der Universität
- 7: Neue Aula
- 8: Suedhang Kaffee (Kiosk), vorher O' Fame (Pinseria & Espressobar), davor Lieb's Brezelstüble
- 8: Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg, davor bis Juni 2022 BB Bank
- 8: City Reisebüro
- 8: H.P. Willi Antiquariat, Buchhandlung, Verlag
- 8: In den 1960er Jahren: Büroräume des Luftschutz-Hilfsdienstes - die im Juni 1968 von Studenten besetzt wurden.
- 9: Alte Archäologie (ehemalige Antikensammlung) / (Ur-)Alte Chemie, heute: Dezernat für Internationale Angelegenheiten
- 11: Studierendensekretariat der Universität (ehemaliges Kanzlerhaus)
- 12: Discounthalle, bis 2020 Buchhandlung Osiander
- 13-15: Mensa Wilhelmstraße
- 14: Antiquariat Bader, Inh. Norbert Schuler
- 16: Shooter Stars Bar, bis 2014: Café Schöne Aussichten
- 17: Unckel Uni-Café-Ristorante
- 18: Mohr Siebeck Verlag
- 19: Uni-Verfügungsgebäude
- 20: Asia-Imbiss Wok-In
- 20: Dialog und Bildung Tübingen e.V.
- 20: Café Bota
- 26: Universitätskasse, Asien-Orient-Institut, Forschungsstelle und Sammlung der Islamischen Numismatik u.a. (früher erste Augenklinik)
- 27: Institut für Tropenmedizin
- 28: Unishop der Eberhard Karls Universität Tübingen
- 30: Clubhaus
- 31: Tübingen School of Education, neu 2018 - einstmals Alte Chemie
- 32: Universitätsbibliothek, Hauptgebäude und Bonatzbau
- 36: Hegelbau, Historisches Seminar - Abteilung für Alte Geschichte
Anmerkung zum Haus Nr. 44: Welcher Jüngere glaubt's heute noch? Vor dem Neubau war an dieser zentrumsnahen Stelle noch bis Anfang der 90er Jahre eine Esso-Tankstelle und Autoreparaturwerkstatt.
- 44: Wiesinger Media Tübingen, Copyshop
- 44: Tasty Döner Pizza Kumpir, bis 2015 Tasty Donuts & Coffee
- 44: Easy sports Fitnessstudio
- 44: Saints & Scholars, Irish Pub
- 50: Brechtbau, Neuphilologicum, mit dem Brechtbautheater
- 50: Verein Rhetorikforum
- 50: Slavisches Seminar
- 56: Lothar-Meyer-Bau, Institut für Geowissenschaften mit der Mineralogischen Sammlung
- gegenüber der Schiebeparkplatz Alte Chemie
- 63: bis Juni 2025: Ev. Martinskindergarten, geplant 2027: Köstlinschule
- 66: Allianz Versicherung Meslin & Schuster Gbr (vorher Esperanto Bar, davor Vertigo Café/Sportsbar, davor Mocca Kaffeebar, davor die Pizzerien Cantinella, Don Peppino, San Remo, noch früher Tankstelle)
- 66: Helmut Adam, Wagenpflege, Service
- 70: A. Kunze, Kfz-Reparatur, Porsche-Service
- 74: Café Lieb, Bäckerei-Konditorei (früher "Alleen-Café")
- 74: Physiotherapie Inselmann [1]
- 74: Geldautomat der Kreissparkasse
- 76: Fahrschule Armbruster
- 80: Metzgerei Truffner
- 87: Pauline-Krone-Heim
- 88: Bis 2021: Tulsi Palace, indisches Spezialitäten-Restaurant
- 90: FB Asien-Orient-Wissenschaften: Japanologie
- 93: Köstlinschule (Außenstelle der Grundschule Dorfackerschule)
- 94: Hotel Barbarina
- 97: Ev. Martinskindergarten (seit Juni 2025)
- 97: Kindertagesstätte Wilhelmstraße 97 des Studentenwerks Tübingen-Hohenheim
- 98: V.D.St. (Verein Deutscher Studenten), Verbindung
- 100: Institut zur Erforschung des Urchristentums [2]
- 101: Jet-Tankstelle
- 105: Haus Wilhelmstraße 105, mehrere Firmenbüros, z.B. Schwabenstreich Geigenbauer
- 106: Universität, Zentrum für Datenverarbeitung, Nebengebäude
- 113: FB Asien-Orient-Wissenschaften: Orient- u. Islamwissenschaften; Brasilienzentrum
- 124: Institut für Sportwissenschaft
- 132: Farbtex Kaltenbach & Maier
- 133: FB Asien-Orient-Wissenschaften: Sinologie und Koreanistik
- 134: OCC Orthopädisch-Chirurgisches Centrum , Dres. Pulcher, Schewe, Fritz mit Sanitätshaus Nusser+Schaal
- 150: Lustnauer Imbiss, Pizza-Döner, neu 2019
- 150: bis 2017: Post, Filiale Lustnau (umgezogen in Pfrondorfer Straße)
- 152: bis 2017: Getränkevertrieb Wollwinder (umgezogen in Eisenbahnstraße)
- 158: Adler-Apotheke (mit Autoschalter!)
Bushaltestellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Fotos[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Die Weinstube Unckel Nr. 17. Das weiße Haus hinten links gehört zur Keplerstraße.
Haus Nr. 31 (ehemaliges Direktorengebäude der Alten Chemie, später u.a. Abt. des Hygiene-Instituts
