Uwe Zellmer
Uwe Zellmer (*1946) ist Mitgründer und war bis 2001 Co-Intendant des 1981 ins Leben gerufenen Theater Lindenhof Melchingen auf der Schwäbischen Alb, einem der wenigen "Regionaltheater".
Er wächst in Heidenheim auf, Fußball und Literatur bestimmen seinen Alltag. 1964 wird er mit dem VfL Heidenheim württembergischer Fußballmeister. Nach dem Abitur macht er 1966 ein Probetraining bei Bayern München, wegen einer schweren Verletzung wird aber nichts aus der Fußballerkarriere. Er beginnt in München Germanistik und Sport zu studieren; setzt sein Studium später in bewegten studentischen Zeiten an der Universität Tübingen fort, um Lehrer zu werden. An einer Berufsschule in Reutlingen inszeniert er mit Schülern das Stück „Klassenspiel oder Der abenteuerliche Alltag des Lehrlings Tom“. Die Hauptrolle spielt damals der aus Hirrlingen stammende Bernhard Hurm, der später sein engster Partner 1981 beim Aufbau des Theater Lindenhof in Melchingen wird.
Da das "Klassenspiel" in Reutlingen einige Aufregung auslöst, wechselt Uwe Zellmer an die Gewerbliche Schule Tübingen. Neben seiner Mitintendanz beim Theater Lindenhof engagiert er sich im Auftrag des Kultusministeriums für den Ausbau der Schultheaterarbeit[1] in der Region. Auch hat er eine Erzählung ("Puccinis Turm"), den Roman ("Himmelsberg, Engelswies") und ein Lesebuch ("Mein lieber Schiller") verfasst und mehrere Theaterstücke für den Lindenhof und das Tübinger Sommertheater geschrieben.
Uwe Zellmer und Bernhard Hurm sind auch durch ihre zahlreichen Aufführungen der schwäbischen Texte des Mundartdichters Thaddäus Troll mit dem Programm "Kenner trinken Württemberger" bekannt, einem immer wieder erfolgreich aufgeführten Klassiker im Repertoire.
Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
- https://www.theater-lindenhof.de/spielplan-2/stuecke/kenner-trinken-wuerttemberger/
- Ausschnitt des Programms: https://www.youtube.com/watch?v=xz0NYXbeYvA
- Eine Würdigung zum 40-jährigen Jubiläum des Theaters Lindenhof bietet Wolfgang Alber in seinem Artikel in der Wochenzeitung Kontext vom 28.04.2021.