Sängerschaft Hohentübingen

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Wappen

Die Sängerschaft Hohentübingen ist eine Studentenverbindung in der Doblerstraße 22. Sie bildete sich 1952 in der Nachfolge der Sängerschaft Zollern Tübingen sowie der Sängerschaften Fridericiana Halle und Wettina Freiburg.

Sie ist ein farbentragender, fakultativ schlagender Männerbund. Die Farben sind Schwarz-Weiß-Hellgrün, der Wahlspruch lautet Concordia - Libertas - Honor.


Selbstverständnis[Bearbeiten]

Für eine Mitgliedschaft spielt es keine Rolle, welcher Nationalität, Partei, Religion oder Fakultät man angehört. Aufgabe im Selbstverständnis der Sängerschaft Hohentübingen ist der intergenerationale, der interkulturelle sowie der internationale Austausch zwischen Akademikern und angehenden Akademikern. Zudem soll das Studium um musische Aspekte (Gesang, Chorauftritte) erweitert werden.

Geschichte[Bearbeiten]

Zirkel

Die 1879 gegründete Sängerschaft Zollern Tübingen, wurde während des Dritten Reiches „offiziell“ aufgelöst. Im Jahr 1949 trafen sich die „Zollern“ zum 70. Stiftungsfest und kamen auf die Idee, eine neue Sängerschaft zu gründen. Kurz nach dem Krieg waren die „Zollern“ finanziell sehr angeschlagen, das ehemalige Verbindungshaus stand nicht mehr zur Verfügung und viele Mitglieder waren entweder gefallen oder lebten in der Ostzone. Man hatte nicht mehr genug Mitglieder und finanzielle Mittel um eine neue Sängerschaft zu gründen. Aus diesem Grund schlossen sich Mitglieder aus den Sängerschaften Fridericiana Halle, Wettina Freiburg und Zollern zu Tübingen zusammen, um eine Fusion einzugehen.

Die Namenswahl war nicht einfach, da keine der Gründungssängerschaften bevorzugt werden sollte. Man benannte sich nach dem Schloss Hohentübingen. Die erste Aktivitas bestand aus drei Stützburschen von der Sängerschaft Holsatia Hamburg. Die ersten Veranstaltungen fanden noch im Hotel König statt. Im Jahr 1953 wurde schließlich das (1908 erbaute) Haus Doblerstraße 22 für 60.000 DM gekauft und nach längeren Umbauarbeiten im Sommersemester 1954 bezogen. Zu diesem Zeitpunkt hatte die Sängerschaft Hohentübingen 48 Mitglieder, im Jahr 1957 bereits über 100.

Im Jahr 1963 wurde der große Kneipsaal und die Terrasse angebaut, was dem Haus seine heutige Gestalt verlieh. Im Jahr 2000 musste der Aktivenbetrieb fast eingestellt werden, weil zu wenige junge Mitglieder beitraten. In den letzten Jahren ist jedoch wieder eine deutliche Zunahme an jungen Mitgliedern zu verzeichnen, die die Zahl der Aktiven auf über 30 Burschen und Füxe anhob.

Literatur[Bearbeiten]

  • Martin Biastoch: Tübinger Studenten im Kaiserreich. Eine sozialgeschichtliche Untersuchung. Contubernium - Tübinger Beiträge zur Universitäts- und Wissenschaftsgeschichte Bd. 44. Sigmaringen 1996 ISBN 3-51508-022-8


Weblinks[Bearbeiten]