Radbrücke Ost (seit 2023-07-18) | |
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Die 2021-23 neu gebaute Moshi-Brücke, bis November 2025 Radbrücke Ost benannt, führt beim Stauwehr zwischen Bismarck- und Hermann-Kurz-Straße über den Neckar. Am 18. Juli 2023 wurde sie nach etwas Verzögerung feierlich eröffnet und für den Radverkehr freigegeben.[1]
Sie eröffnet eine Radfahrverbindung zwischen dem Gewerbegebiet Au/Unterer Wert und dem südlichen Österberghang mit der langen Gartenstraße. Bisher konnten Radfahrer:innen den Neckarsteg nutzen, sollten dort aber absteigen bzw. auf Fußgänger achtgeben. Des Weiteren kann man von der Moshi-Brücke über das Blaue Band in der Schaffhausenstraße zum Europaplatz und zur Ann-Arbor-Brücke gelangen.
Die Fahrradbrücke, die rund 90 Meter lang und vier Meter breit ist, verfügt über einen beigen (und nicht wie sonst üblich blauen) Fahrbahnbelag, da die Stauwehranlage unter Denkmalschutz steht und die Radbrücke damit harmonieren soll.[2] Sie kann aus Gründen des Korrosions- und Umweltschutzes in der kalten Jahreszeit beheizt werden. Außerdem kann die Fahrradbrücke somit ganzjährig sicher befahren werden. Ferner hat die Brückenheizung eine bessere Klimabilanz als der Einsatz von Streudiensten. Die Radbrücke ist Teil einer Infrastrukturoffensive, um die im Radverkehrskonzept 2010 genannten Lücken im Radwegenetz der Kernstadt zu schließen. Vorbild für die Infrastrukturoffensive ist die Fahrradhochburg Kopenhagen. Weitere Bausteine der Infrastrukturoffensive sind das "Blaue Band", die Durham-Brücke, die Ann-Arbor-Brücke sowie die Perugia-Brücke. Mit der Infrastrukturoffensive warb die Stadt Fördermittel in zweistelliger Millionenhöhe beim Bundeswettbewerb "Klimaschutz durch Radverkehr" ein.
Verlängerung in Richtung Südstadt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Seit Mai 2024 wird in ihrer Verlängerung Richtung Süden eine Fuß- und Radwegunterführung unter den Bahngleisen gebaut, die zum Max-Löwenstein-Weg ins Güterbahnhofareal führt.[3][4] Der Radverkehr in die Südstadt muss derzeit (Ende 2025) noch den Umweg über die Blaue Brücke bzw. den nicht durchgängig befahrbaren Weg durch die enge Eisenbahnunterführung bei der Fa. REIFF und dann östlich des Möck-Firmengeländes nehmen.
Umbenennung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Es gab einen Gemeinderatsvorlage[1], diese und andere Fahrradbrücken nach Partnerstädten umzubenennen, so wie es bereits mit der Ann-Arbor-Brücke geschehen war. Die Moshi-Brücke sollte laut einem Vorschlag der Verwaltung ursprünglich Perugia-Brücke heißen, jedoch wurde die Fuß- und Radbrücke Lustnau mit diesem Namen bedacht. Somit blieben noch Moshi und Durham als Namenspaten für diese Brücke übrig. Im November 2025 erhielt die Brücke den Namen Moshi-Brücke.
Weblinks und Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
- ↑ https://www.tuebingen.de/radfahren/31485.html#/31955
- ↑ Stauwehr-Radbrücke: mit gutem Gewissen radeln, Schwäbisches Tagblatt am 19. Juli 2023 (€)]
- ↑ https://www.tuebingen.de/vorhabenliste/#/vorhaben503
- ↑ Schwäbisches Tagblatt am 22.05.2024: Unterführung an Stadtbahn-Haltepunkt: Baustelle bis September 2025 (€)
- Bau der Radbrücke Ost: Auf beigem Grund über den Fluss, Schwäbisches Tagblatt am 19. August 2022 (€)
- Die Radbrücke Ost hat einen Schönheitsfehler, Schwäbisches Tagblatt am 11. Januar 2023
- https://www.tuebingen.de/radfahren/31485.html#/31955