Durham-Brücke

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Radbrücke Mitte (seit 2021-07-29)
Fahrradbrücke über die Steinlach bei der Friedrichstraße in Tübingen bei Nacht.jpg
MaterialStahl
Die Radbrücke von der Wörthstraße aus gesehen
Die Radbrücke von der Wöhrdstraße aus gesehen am Tag der Einweihung 29. Juli 2021

Die Durham-Brücke, zuvor bis November 2025 Radbrücke Mitte bezeichnet, wurde am 29. September 2021 neben der Friedrichstraße eingeweiht. Dazu wurde am 24. November 2020 eine 37,5 m lange und 50 t schwere Fahrradbrücke eingesetzt. Diese wurde zuvor rund 650 km aus dem Emsland mit einem Schwertransport nach Tübingen gebracht. Über die Durham-Brücke, die die Steinlach quert, wird der Fahrradverkehr direkt in die Wöhrdstraße geleitet, die als Fahrradstraße ausgewiesen ist. Aus Korrosionsschutzgründen kann die Brücke beheizt werden und somit ganzjährig sicher befahren werden. Ferner hat die Brückenheizung eine bessere Klimabilanz als der Einsatz von Streudiensten. Die Radbrücke ist Teil einer Infrastrukturoffensive, um die im Radverkehrskonzept 2010 genannten Lücken im Radwegenetz der Kernstadt zu schliessen. Vorbild für die Infrastrukturoffensive ist die Fahrradhochburg Kopenhagen. Weitere Bausteine der Infrastrukturoffensive sind das "Blaue Band", die Radbrücke Ost, die Ann-Arbor-Brücke sowie die Fuß- und Radbrücke Lustnau. Mit der Infrastrukturoffensive warb die Stadt Fördermittel in zweistelliger Millionenhöhe beim Bundeswettbewerb "Klimaschutz durch Radverkehr" ein.

Anheben des Mittelstücks
Blick auf die Baustelle im Dezember 2020

Zeitweise auch Fußgängerbrücke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Radbrücke Mitte nahm während des Abriss' und Neubaus der über hundert Jahren alten Brücke der Friedrichstraße über die Steinlach von September 2021 bis Juli 2023 den Fahrrad- und Fußverkehr auf. Der Autoverkehr nahm von September 2021 bis Mai 2023 die Umleitung über die Hegel- und Europastraße, um in die Innenstadt zu gelangen. Seit Ende Juli 2023 ist die Radbrücke Mitte wieder den Radfahrern vorbehalten.

Umbenennung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gab eine Gemeinderatsvorlage[1], diese und andere Fahrradbrücken nach Partnerstädten umzubenennen, so wie es bereits mit der Ann-Arbor-Brücke geschehen war. Der Vorschlag, diese Brücke Durham-Brücke zu nennen, wurde nach einigem Hin und Her im November 2025 umgesetzt.[1] Es wären aber auch auch andere Namenszuordnungen möglich gewesen (s. Gemeinderatsvorlage, Punkt 4). Eine Möglichkeit, diese Brücke nach Perugia zu benennen, da eine italienische Stadt assoziativ am besten zu der fast mediterran wirkenden Umgebung mit dem Casino und der Steinlachmündung passen würde, wurde nicht berücksichtigt, da der Lustnauer Ortsbeirat für "seine" Radbrücke-Ost als "drittbeste Lösung" den Namen Perugia wünschte, nachdem er mit seiner eigentlichen Forderung nach dem Namen "Günter-Bankmann-Steg" oder keiner Bezeichnung nicht durchgedrungen war.

Trivia[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 22. September 2021 fuhr ein LKW über die Brücke.[2]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]


Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Tübinger Radbrücken - Perugia statt Moshi, swp.de, 14.11.2025 (€)
  2. Mit dem Zwölftonner auf der Radlerbrücke, Schwäbisches Tagblatt am 22.09.2021