Kiebingen

Kiebingen ist ein Stadtteil von Rottenburg, der drei Kilometer östlich der Stadt und acht Kilometer westlich von Tübingen liegt. Ortsvorsteher ist Thomas Stopper.[1] Es ist seit 1988 mit Lion-sur-Mer verpartnert. In Kiebingen gibt es den Kindergarten Don Bosco. Der Bus 7622 , der zwischen Rottenburg und Tübingen pendelt, hält unterwegs in Kiebingen. Innerhalb Tübingens fährt er als Buslinie 19.
Geschichte
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Reihengräber aus dem 5. Jahrhundert und die Namensendung "-ingen" deuten auf eine frühe Besiedlung durch die Alemannen hin. Urkundlich wird der Ort erstmals 1204 als "Chubingen" erwähnt. 1381 fiel er an Vorder-Österreich. Bis 1648 hatte das Kloster Bebenhausen hier viel Grundfläche. Im 19. Jahrhundert wurden dort Klosterbauwerke abgebrochen. Seit 1861 halten Züge auf der Strecke Tübingen-Rottenburg auch in Kiebingen. 1968 wurde Kiebingen nach Rottenburg eingemeindet.[2]
Kirchen
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Die ehemalige katholische Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt auf einem Hügel über dem Neckartal ist eine Saalkirche und stammt im Kern aus dem frühen 15. Jahrhundert, sie war ursprünglich eine Marienkapelle. Das Langhaus wurde 1897-99 in neugotischen Formen nach Westen erweitert. 1961 wurde an der Paulinenstraße die moderne Heilig-Geist-Kirche[3] errichtet, die seitdem als Pfarrkirche fungiert. Das alte Kirchenschiff wurde 1963 zum Gemeindezentrum umgebaut, wobei Zwischendecken eingezogen wurden, um Räume auf mehreren Stockwerken zu schaffen. Nur der als Kapelle abgetrennte kreuzrippengewölbte Chor blieb mit Turm und Dachstuhl aus dem 15. Jahrhundert wie ursprünglich erhalten. - Im Inneren befindet sich eine Pietá, entstanden um 1420. An der Außenwand ist eine Sonnenuhr von 1758 angebracht. [4]
Trotz des aus heutiger Sicht fragwürdigen Umbaus des Langhauses ist das Gebäude beim Landesdenkalamt als Baudenkmal eingetragen.
2018
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]In einem Bürgerentscheid im Oktober 2018 wurde das vom Rottenburger Gemeinderat beschlossene neue Gewerbegebiet Herdweg, wodurch der Ortsteil mit der Kernstadt fast zusammengewachsen wäre, mit knapp 70 % der Stimmen abgelehnt, in Kiebingen waren es rund 95%. [5]
Gastronomie
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Gasthaus zum Hirsch, Neckarstraße 10, Schwäbisch mit Schweizer Note, tagblatt.de 14.9.2013
- Taverne Kiebingen, griechische Sportgaststätte im TSV-Heim, Im Unterdorf 28 [1]
- Taverne Kavala, griechisches Restaurant, ehemaliger "Löwen", Kiebinger Straße 25 [2]
Literatur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Utz Jeggle: Kiebingen: eine Heimatgeschichte. Zum Prozess der Zivilisation in einem schwäbischen Dorf. Tübingen, 1977
- Stadtverwaltung Rottenburg: 800 Jahre Kiebingen. 1204-2004. Geiger-Verlag, 2004
Links
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- https://www.rottenburg.de/kiebingen.30013.htm
- http://www.rottenburg.de/sixcms/detail.php?id=79108&lnav=30013
- http://www.rottenburg.de/sixcms/detail.php?id=29860&lnav=29894
- https://www.kiebinger.de/
Quellen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ https://www.rottenburg.de/ortschaftsverwaltung.29604.htm?lnav=30013
- ↑ http://butzenzunft.narrentreff.de/
- ↑ https://se-rottenburg.drs.de/gemeinden/heilig-geist-kiebingen.html
- ↑ Georg Dehio: Handbuch der deutschen Kunstdenkmäler, Baden-Württemberg II, Neubearb. Deutscher Kunstverlag München/Berlin 1997, S. 340
- ↑ Dossier Schwäbisches Tagblatt zum Thema Gewerbegebiet Galgenfeld-Herdweg, Oktober 2018