Hölderlin-Denkmal

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Hölderlin-Denkmal heute
(ohne rechten Arm)
Hölderlin-Denkmal 1881

Im Alten Botanischen Garten steht das Denkmal für den Dichter Friedrich Hölderlin, das am 30. Juli 1881 enthüllt wurde.

Es wurde geschaffen und gestiftet von dem Dresdener Bildhauer und Hölderlin-Verehrer Emmerich Andresen. Er hatte die Statue für die Große Berliner Kunstsausstellung 1871 angefertigt. Es ist kein Porträtdenkmal des Dichters, sondern stellt den "Genius des Ruhms" dar, der Hölderlin den Lorbeerkranz reicht. Das "hellenisch" idealisierte Marmorstandbild steht auf einem Sockel, der mit der Inschrift einer Hymne des österreichischen Schriftstellers Robert Hamerling versehen ist.

Das Gedicht lautet:

Dem hohen Sänger, der durch Wolkennacht
Emporgestrebt zum Lichtreich ew’ger Schöne,
Verschwisternd mit dem Reich der Griechentöne,
Des deutschen Sanges urgewalt’ge Macht,
ihm sei aus Geniushänden dargebracht
der ewig-grüne Stirnschmuck der Kamöne.


"Kamöne" bezeichnet eine italische Quellnymphe, Muse.


Der rechte Arm, der einen Lorbeerkranz hält, wurde mehrmals Opfer von Vandalismus, das erste Mal schon im 19. Jahrhundert. Da er nach Restaurierungen erneut abgeschlagen wurde, belässt man es heute dabei.


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