Erdbeben

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Wurmlinger Kapelle nach dem Erdbeben von 1911

In Tübingen und Umgebung kommt es öfter als in anderen Gebieten zu Erdbeben.

Epizentrum im Zollernalbkreis[Bearbeiten]

Die bisherigen Erdbeben hatten oft im Zollernalbkreis ihr Epizentrum. Sie werden landläufig fälschlicherweise oft mit dem Hohenzollerngraben als tektonischer Störung in Verbindung gebracht. Allerdings gingen diese Erdbeben von einer Schwächezone, der so genannten Albstadt-Scherzone, fünf bis zehn Kilometer unter der Erdoberfläche aus, während der Hohenzollerngraben mit rund zwei Kilometern Tiefe eine oberflächennahe Struktur ist. Auch die Anordnung der Herdlinie von Süden nach Norden spricht gegen einen kausalen Zusammenhang, da der Hohenzollerngraben in nordwestlich-südöstlicher Richtung verläuft.[1] [2]

Bisherige Erdbeben[Bearbeiten]

Schlosssternwarte kurz nach dem Erdbeben vom 16. November 1911

Seit dem Beginn des 20. Jahrhunderts traten im Raum Albstadt drei stärkere Erdbeben auf:

Datum Magnitude Epizentralintensität [1] Epizentrum
16. November 1911 6,1 VIII Ebingen
28. Mai 1943 5,6 VIII Raum Tailfingen-Onstmettingen-Pfeffingen
3. September 1978 5,7 VII-VIII Tailfingen

Durch das Ereignis von 1911, einem der größten Beben in Deutschland in historisch überlieferter Zeit, wurde die Bebenzone um Albstadt aktiviert. Seither ereigneten sich neben den Erdbeben von 1943 und 1978 noch zahlreiche weitere schwächere Erdstöße.[3]

Quellen[Bearbeiten]

  1. Auszug aus der Hohenzollerischen Zeitung vom 3. September 2003.
  2. Hohenzollerngraben: Falscher Zusammenhang mit Erdbeben. Auf Wikipedia.
  3. Gottfried Grünthal: Erdbeben und Erdbebengefährdung in Deutschland sowie im europäischen Kontext. In: Geographie und Schule. Nr. 151, 2004, Vorlage:ISSN, S. 14–23, online (PDF; 1,15 MB).

Weblinks[Bearbeiten]