Erasmus von Rotterdam

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Erasmus, porträtiert von Hans Holbein dem Jüngeren (1523)
Erasmus, porträtiert von Albrecht Dürer 1526

Desiderius Erasmus von Rotterdam (* 28. Oktober 1466/1467/1469 in Rotterdam; † 11./12. Juli 1536 in Basel) war ein niederländischer Universalgelehrter, Autor und Herausgeber von 444 Büchern und Schriften. Er ist der bedeutendste Vertreter des europäischen Humanismus, der bekannteste Renaissance-Humanist und war ein einflussreicher Kirchenreformer. Als kritischer Denker seiner Zeit zählt Erasmus, der auch als „Fürst der Humanisten“ bezeichnet wird, zu den Wegbereitern der europäischen Aufklärung.[1]

Er steht für Bildung, Toleranz und den Dialog zwischen verschiedenen Weltanschauungen - und ist auch für seine Friedensimpulse und -schriften in den 1510er- und 1520er Jahren bekannt:


[…] Vom größten Teil des Volkes wird der Krieg verflucht, man betet um Frieden. Einige wenige nur, deren gottloses Glück vom allgemeinen Unglück abhängt, wünschen den Krieg. Beurteilt selbst, ob es recht und billig sei oder nicht, dass deren Unredlichkeit mehr gilt als der Wille aller Guten. Ihr seht, bis jetzt ist nichts durch Bündnisse zustande gebracht, nichts durch Verschwägerung gefördert, nichts durch Gewalt, nichts durch Rachenahme. Stellt nun dagegen auf die Probe, was Versöhnlichkeit und Wohltätigkeit vermögen. Krieg wird aus Krieg gesät, Rache verursacht wieder Rache […]


Bezug zu Tübingen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach Erasmus ist das bekannte europäische Studierenden-Austauschprogramm benannt - das schon seit den 1990er Jahren an der Universität Tübingen für immer neue Gesichter und Netzwerk-Optionen in Europa sorgt[2]. Das Erasmushaus, Wohnheim der katholischen Hochschulgemeinde, ist nach ihm benannt.

Auch Oberbürgermeister Boris Palmer hat den Zweitnamen Erasmus bekommen.

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]