Datei:Collegiumsgasse.jpg

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Collegiumsgasse.jpg(480 × 340 Pixel, Dateigröße: 36 KB, MIME-Typ: image/jpeg)

Die Collegiumsgasse hieß früher Barfüßergasse, denn hier stand vor dem Katholischen Konvikt (oder auch „Wilhelmsstift“) das aufgrund der Reformation aufgehobene und 1540 abgebrannte Franziskanerkloster.

Herzog Ludwig (1554 - 1593) ließ dann an dieser Stelle 1592 ein Collegium illustre errichten. Daher der neue Name Collegiumsgasse. Zum Bau wurden auch Steine aus dem 1580 abgebrochenen Stift Einsiedel herbei geschafft. Das Collegium war gedacht als weltliches Pedant zum Evangelischen Stift als Ausbildungsstätte für Staats- und höhere Verwaltungsbeamte in Württemberg. Es sollte allen offen stehen, wie die Torinschrift verkündete: „Hie sollin studiern zu jeder Zeit, Herrn von Adel und andere [L]eut.“

Doch kurz nach Eröffnung (1594) wurde das Collegium eine exclusive Ritterakademie für den protestantischen Adel aus ganz Europa, so dass außer württembergischen Prinzen nicht einmal der einheimische Adel Zugang fand. Das dreistöckige Gebäude wurde von Georg Beer im späten Renaissancestil gebaut und umschließt einen rechteckigen Hof.

Während des Dreißigjährigen Krieges ruhte der Betrieb im Collegium und danach war es nur noch eine vornehme Unterkunft für die herzoglichen Sprösslinge und andere vornehme Gäste. Unter König Wilhelm (1781 - 1864) wurde 1817 in dem Gebäude das „Höhere katholische Konvikt“ (nach dem König „Wilhelmsstift“ genannt) eingerichtet. Es ist seither Wohn- und Studienort für die Studenten der neu gegründeten und von Ellwangen nach Tübingen verlegten Katholische-theologischen Fakultät.

Noch bis 1931 wurden hier Vorlesungen gehalten. Auf der aus der Nachkriegszeit stammenden Postkarte ist links im Bild noch das von Heinrich Schickhardt (1558 - 1634) umgebaute Haus des Rektors der Ritterakademie zu sehen. Im Jahr 1759 wurde das Haus Sitz des Oberamtmanns, eine Art Vorläufer des heutigen Landrats. 1907 konnte das Wilhelmsstift das Haus mit übernehmen.

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