Villa Köstlin

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Die Villa Köstlin liegt in der Rümelinstraße 27 am Rande des Alten Botanischen Gartens.

Geschichte

Die Villa wurde von dem Tübinger Rechtsgelehrten Christian Reinhold Köstlin 1842/43 außerhalb der Stadt im spätklassizistischen Stil errichtet. Er war auch als Künstler und Schriftsteller tätig und war mit der Sängerin und Liedkomponistin Josephine Lang (1815–1880) verheiratet.

Der Salon der Villa Köstlin entwickelte sich rasch zu einem kulturellen Zentrum: Hier trafen sich zu Dichterlesungen und musikalischen Soireen Berthold Auerbach, Immanuel Faißt, Karl Gerok, Hermann Kurz, Karl Mayer, Gustav Schwab, Friedrich Silcher, Ludwig Uhland und Ottilie Wildermuth und 1852 kam Emanuel Geibel zu Besuch.[1]

Das Haus steht mit dem ehemaligen „Köstlinschen Garten“ unter Denkmalschutz und wurde seit 1881 von der Universitätsverwaltung genutzt. Es soll nach einer grundlegenden Restaurierung wieder zu einem Ort kultureller Begegnung werden.[1]

Heutige Nutzung

Heute ist dort das Zentrum für Islamische Theologie als Einrichtung der Universität Tübingen und erstes seiner Art in Deutschland. In räumlicher Nähe der Evangelisch-Theologischen Fakultät und der Katholisch-Theologischen Fakultät wurden dort Büros, ein Besprechungsraum, ein Raum für eine Handbibliothek sowie ein großer und zwei kleinere Seminarräume eingerichtet. In diesen startete im Wintersemester 2011/12 der Vorlesungsbetrieb.[2] Die Unterkunft in der Villa ist eine Zwischenlösung, ein Neubau ist bereits vorgesehen.[3]

Siehe auch

Quellen