Unwetter

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Unwetter ist ein Sammelbegriff für extreme Kategorie:Wetterereignisse, die meistens sachwerte- oder lebensbedrohende Eigenschaften haben.

Definition

Der Deutsche Wetterdienst definiert folgende Ereignisse als Unwetter, wenn die genannten Schwellen überschritten werden: [1] [2]


Bezeichnung Kriterien zu Unwetterwarnungen
Gewitter mit Hagel (Körner größer als 1,5 cm) oder mit Starkregen oder mit Sturm oder Orkan.
Sturm Orkanartige Böen von 11 Beaufort (in 10 m Höhe gemessen)
Orkan mind. 12 Bft. (in 10 m Höhe gemessen)
Schneeverwehung lockere Schneedecke (größer als 10 cm) oder Neuschnee mit Böen über 8 Bft
Starkregen mehr als 25 l/m² in 1 Stunde oder mehr als 35 l/m² in 6 Stunden
Dauerregen mehr als 40 l/m² in 12 Stunden oder mehr als 50 l/m² in 24 Stunden oder mehr als 60 l/m² in 48 Stunden
Glatteis verbreitete Bildung von Glatteis oder auch überfrierender Nässe mit Einfluss auf den Verkehr
Schneefall mehr als 10 cm in 6 Stunden oder mehr als 15 cm in 12 Stunden
Tauwetter Dauerregen bei einer Schneedecke von mehr als 15 cm


Folgende Ereignisse werden noch für Unwetterwarnungen seitens der meteorologischen Dienste herangezogen:

  • Hagelschlag
  • Nebel
  • Extrem hohe Temperaturen (Hitzewellen, Hitzeanomalien)
  • Extrem niedrige Temperaturen (Kälteanomalien)
  • Dürren (mit der Folge von Waldbrandgefahr)
  • Lawinengefahr

Unwetter in Tübingen

  • Mitte August 1972 gab es in Tübingen eins der schwersten Unwetter seit 25 Jahren. Es regnete und hagelte in der Gegend um Tübingen ungewöhnlich stark. Gepeitscht von Windböen mit bis zu 110 Stundenkilometer (Windstärke 11), waren in Tübingen innerhalb von 45 Minuten 80 Liter Niederschläge pro Quadratmeter niedergegangen, fast soviel wie sonst während des ganzen Monats August. Tübinger Straßen standen bis zu 40 Zentimeter unter Wasser, walnußgroße Hagelkörner zertrümmerten Fensterscheiben, zum Beispiel im Neckarwerk, in dessen Maschinenraum es zeitweilig winterlich aussah. In Bühl riß der Dachsparren einer Fabrik ab, wirbelte rund 100 Meter durch die Luft, durchschlug das Dach eines dreistöckigen Hauses und bohrte sich in eine Küche. Ein Holzlager bei Kilchberg sah nach dem Wetter aus "wie ein überdimensionales Mikado-Spiel" (so der "Spiegel" und das "Schwäbische Tagblatt").[3]

-- bitte ergänzen --

Siehe auch

Weiße Weihnachten

Quellen