Stadtmuseum: Unterschied zwischen den Versionen

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Das Museum beherbergt auf 4 Etagen - neben wechselnden Ausstellungen im Erdgeschoss - in den oberen Etagen eine Schausammlung mit Ausstellungsstücken der [[städtische Sammlungen|städtischen Sammlungen]] vom [[15. Jahrhundert]] bis heute. Daneben gibt es eine ständige Ausstellung mit Scherenschnitten und anderen Kunstwerken von [[Lotte Reiniger]].
 
Das Museum beherbergt auf 4 Etagen - neben wechselnden Ausstellungen im Erdgeschoss - in den oberen Etagen eine Schausammlung mit Ausstellungsstücken der [[städtische Sammlungen|städtischen Sammlungen]] vom [[15. Jahrhundert]] bis heute. Daneben gibt es eine ständige Ausstellung mit Scherenschnitten und anderen Kunstwerken von [[Lotte Reiniger]].
  
Ein einzigartiges Exponat der Sammlung ist ein Nachbau der ersten mechanischen Rechenmaschine der Welt, die der Tübinger Astronom und Mathematiker [http://de.wikipedia.org/wiki/Wilhelm_Schickard Wilhelm Schickard (1592-1635)] im Jahre [[1623]] erfand. Sie war damit älter als die noch heute viel bekanntere Maschine von Pascal. Der Rechner von Schickard  war jedoch bis zum 20. Jahrhundert verloren. 1957 rekonstruierte der Tübinger Philosophie-Professor und Mathematiker [http://de.wikipedia.org/wiki/Bruno_von_Freytag-L%C3%B6ringhoff Bruno von Freytag-Löringhoff (1912-1996)] nach überlieferten Skizzen eine funktionierende Replik, die heute im Museum ausgestellt ist.
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Ein einzigartiges Exponat der Sammlung ist ein Nachbau der ersten mechanischen Rechenmaschine der Welt, die der Tübinger Astronom und Mathematiker [[Wilhelm Schickard]] (1592-1635) [http://de.wikipedia.org/wiki/Wilhelm_Schickard ] im Jahre [[1623]] erfand. Sie war damit älter als die noch heute viel bekanntere Maschine von Pascal. Der Rechner von Schickard  war jedoch bis zum 20. Jahrhundert verloren. 1957 rekonstruierte der Tübinger Philosophie-Professor und Mathematiker [[Bruno von Freytag-Löringhoff]] (1912-1996) [http://de.wikipedia.org/wiki/Bruno_von_Freytag-L%C3%B6ringhoff] nach überlieferten Skizzen und Beschreibungen eine funktionierende Replik, die heute im Museum ausgestellt ist.
  
  
 
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Das Stadtmuseum kooperiert mit vielen städtischen und andersgetragenen Einrichtungen und wird auch vom [[Verein der Freunde des Stadtmuseums]] unterstützt.  
 
Das Stadtmuseum kooperiert mit vielen städtischen und andersgetragenen Einrichtungen und wird auch vom [[Verein der Freunde des Stadtmuseums]] unterstützt.  
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''Leider erfolgten Erhaltung, Sanierung und Umbau des Kornhauses mit einer gehörigen Portion Dilettantismus. So wurde das Fachwerk mit einem zementhaltigen Mörtel und Kalksandsteinen ausgemauert. Von beiden Stoffen weiß man seit vielen Jahren, dass sie sich nicht mit Fachwerkhölzer, insbesondere mit Eiche, vertragen. Die in die Fensteröffnungen vor den Scheiben eingesetzten Stützen sind Geschmacksache, aber dass man zum Einbau die Stürze teilweise unwiederbringlich ausgeklinkt hat, ist Frevel an der historischen Substanz. Dieses Haus ist aus Sicht eines Restaurators ein Negativbeispiel einer Fachwerksanierung.''  
 
''Leider erfolgten Erhaltung, Sanierung und Umbau des Kornhauses mit einer gehörigen Portion Dilettantismus. So wurde das Fachwerk mit einem zementhaltigen Mörtel und Kalksandsteinen ausgemauert. Von beiden Stoffen weiß man seit vielen Jahren, dass sie sich nicht mit Fachwerkhölzer, insbesondere mit Eiche, vertragen. Die in die Fensteröffnungen vor den Scheiben eingesetzten Stützen sind Geschmacksache, aber dass man zum Einbau die Stürze teilweise unwiederbringlich ausgeklinkt hat, ist Frevel an der historischen Substanz. Dieses Haus ist aus Sicht eines Restaurators ein Negativbeispiel einer Fachwerksanierung.''  
  
''Zum Glück haben die städtischen Verantwortlichen daraus gelernt und den Fehler bei anderen, später sanierten Gebäuden in Tübingen nicht wiederholt. Bei der Restaurierung der ehemalige [[Fruchtschranne]] (heute [[Bürgeramt]]) wurde z.B. sehr schonend und langfristig erhaltend mit der historischen Baumasse umgegangen.''
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''Zum Glück haben die städtischen Verantwortlichen daraus gelernt und den Fehler bei anderen, später sanierten Gebäuden in Tübingen nicht wiederholt. Bei der Restaurierung der ehemaligen [[Fruchtschranne]] (heute [[Bürgeramt]]) wurde z.B. sehr schonend und langfristig erhaltend mit der historischen Baumasse umgegangen.''
  
''Zitat eines Tübinger Zimmermeisters zur Sanierung des Stadtmuseums: ''Hier wurde mehr kaputt gemacht, als in den letzten 100 Jahren durch Wind, Wetter und aufsteigende Feuchtigkeit.'''' (im [[November]] [[2009]])
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Zitat eines Tübinger Zimmermeisters zur Sanierung des Stadtmuseums: ''Hier wurde mehr kaputt gemacht, als in den letzten 100 Jahren durch Wind, Wetter und aufsteigende Feuchtigkeit.'' (im [[November]] [[2009]])
  
 
Zur baulichen Umgestaltung des Hauses gehen, vorsichtig formuliert, die Meinungen sehr auseinander. Z.B. wurde von einer Seite gelobt, dass Altsubstanz und neue Einbauten bewusst sichtbar und kenntlich voneinander unterscheidbar sind, von anderer Seite wird u.a. die Art des Einbaus von Beton, der zudem weder verkleidet noch verputzt oder gestrichen ist, und anderer Materialien als zu brutal und unschön kritisiert.   
 
Zur baulichen Umgestaltung des Hauses gehen, vorsichtig formuliert, die Meinungen sehr auseinander. Z.B. wurde von einer Seite gelobt, dass Altsubstanz und neue Einbauten bewusst sichtbar und kenntlich voneinander unterscheidbar sind, von anderer Seite wird u.a. die Art des Einbaus von Beton, der zudem weder verkleidet noch verputzt oder gestrichen ist, und anderer Materialien als zu brutal und unschön kritisiert.   
  
 
Für den Umbau bekam des Haus, d.h. die Verantwortlichen, kurz nach Fertigstellung einen Preis von der Deutschen Architektenkammer (also aus der eigenen Zunft). Inzwischen ist das entsprechende Schild wieder abgehängt.
 
Für den Umbau bekam des Haus, d.h. die Verantwortlichen, kurz nach Fertigstellung einen Preis von der Deutschen Architektenkammer (also aus der eigenen Zunft). Inzwischen ist das entsprechende Schild wieder abgehängt.
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Tel.: 0 70 71 / 204 - 17 11<br>
 
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Fax: 0 70 71 / 204 - 17 97<br>
 
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Öffnungszeiten: Dienstag - Sonntag, 11 - 17 Uhr
 
Öffnungszeiten: Dienstag - Sonntag, 11 - 17 Uhr
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== Siehe auch ==  
 
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Version vom 23. März 2010, 19:44 Uhr

Das Stadtmuseum befindet sich im Kornhaus, Kornhausstraße 10, einem früheren städtischen Speichergebäude, dessen Fachwerk freigelegt ist und das die Räumlichkeiten prägt.


Sammlung

Das Museum beherbergt auf 4 Etagen - neben wechselnden Ausstellungen im Erdgeschoss - in den oberen Etagen eine Schausammlung mit Ausstellungsstücken der städtischen Sammlungen vom 15. Jahrhundert bis heute. Daneben gibt es eine ständige Ausstellung mit Scherenschnitten und anderen Kunstwerken von Lotte Reiniger.

Ein einzigartiges Exponat der Sammlung ist ein Nachbau der ersten mechanischen Rechenmaschine der Welt, die der Tübinger Astronom und Mathematiker Wilhelm Schickard (1592-1635) [1] im Jahre 1623 erfand. Sie war damit älter als die noch heute viel bekanntere Maschine von Pascal. Der Rechner von Schickard war jedoch bis zum 20. Jahrhundert verloren. 1957 rekonstruierte der Tübinger Philosophie-Professor und Mathematiker Bruno von Freytag-Löringhoff (1912-1996) [2] nach überlieferten Skizzen und Beschreibungen eine funktionierende Replik, die heute im Museum ausgestellt ist.


Unterstützung

Das Stadtmuseum kooperiert mit vielen städtischen und andersgetragenen Einrichtungen und wird auch vom Verein der Freunde des Stadtmuseums unterstützt.


Stimmen zum Stadtmuseum

Die Ausstellung

bitte ergänzen


Die Sanierung

Leider erfolgten Erhaltung, Sanierung und Umbau des Kornhauses mit einer gehörigen Portion Dilettantismus. So wurde das Fachwerk mit einem zementhaltigen Mörtel und Kalksandsteinen ausgemauert. Von beiden Stoffen weiß man seit vielen Jahren, dass sie sich nicht mit Fachwerkhölzer, insbesondere mit Eiche, vertragen. Die in die Fensteröffnungen vor den Scheiben eingesetzten Stützen sind Geschmacksache, aber dass man zum Einbau die Stürze teilweise unwiederbringlich ausgeklinkt hat, ist Frevel an der historischen Substanz. Dieses Haus ist aus Sicht eines Restaurators ein Negativbeispiel einer Fachwerksanierung.

Zum Glück haben die städtischen Verantwortlichen daraus gelernt und den Fehler bei anderen, später sanierten Gebäuden in Tübingen nicht wiederholt. Bei der Restaurierung der ehemaligen Fruchtschranne (heute Bürgeramt) wurde z.B. sehr schonend und langfristig erhaltend mit der historischen Baumasse umgegangen.

Zitat eines Tübinger Zimmermeisters zur Sanierung des Stadtmuseums: Hier wurde mehr kaputt gemacht, als in den letzten 100 Jahren durch Wind, Wetter und aufsteigende Feuchtigkeit. (im November 2009)

Zur baulichen Umgestaltung des Hauses gehen, vorsichtig formuliert, die Meinungen sehr auseinander. Z.B. wurde von einer Seite gelobt, dass Altsubstanz und neue Einbauten bewusst sichtbar und kenntlich voneinander unterscheidbar sind, von anderer Seite wird u.a. die Art des Einbaus von Beton, der zudem weder verkleidet noch verputzt oder gestrichen ist, und anderer Materialien als zu brutal und unschön kritisiert.

Für den Umbau bekam des Haus, d.h. die Verantwortlichen, kurz nach Fertigstellung einen Preis von der Deutschen Architektenkammer (also aus der eigenen Zunft). Inzwischen ist das entsprechende Schild wieder abgehängt.


Kontakt

Universitätsstadt Tübingen
Stadtmuseum im Kornhaus
Kornhausstraße 10
D-72070 Tübingen

Webseiten: www.tuebingen.de/stadtmuseum
Tel.: 0 70 71 / 204 - 17 11
Fax: 0 70 71 / 204 - 17 97
Öffnungszeiten: Dienstag - Sonntag, 11 - 17 Uhr


Siehe auch