Zanker

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Zanker Domina Waschmaschine im Tübinger Stadtmuseum in der Kornhausstraße

Zanker war ein Hersteller von Haushaltsgeräten und ist heute eine Handelsmarke der Firma Electrolux unter der u.a. Kochherde, Kühlschränke und Geschirrspülmaschinen vertrieben werden.

Firmengeschichte[Bearbeiten]

Die Firma wurde 1888 als Metallwarenfabrik in Tübingen gegründet. 1903 übernahm Zanker die Schleifmühle am Ammerkanal in der Tübinger Weststadt. Sie stellte damals z. B. kupferne Bettflaschen her. 1906 firmierte sie als Hermann Zanker, Maschinen- und Metallwarenfabrik, um 1912 als Im. Zanker, Metallwarenfabrik, 1939 wurde der Namenszusatz Kupferhammer eingeführt. In den 1930er Jahren begann die Produktion der ersten motorgetriebenen Waschmaschinen, für die die Firma bekannt wurde.[1] Einen Aufschwung nahm die Firma insbesondere in den Jahren des Wiederaufbaus und Wirtschaftswunders nach dem Zweiten Weltkrieg. Zu Beginn der 1970er Jahre übernahm die AEG einen 75prozentigen Anteil an der Zanker GmbH. 1979 drohten Massenentlassungen[2] und 1981 wurde die Schließung diskutiert, aber durch einen Vergleich vorerst noch verhindert. 1982 war das Anschlusskonkursverfahren für die Zanker GmbH beendet und die Produktion von Waschmaschinen wurde durch die AEG von Tübingen nach Nürnberg verlagert.[3] [4] Zanker ging später in den Besitz von Electrolux über und wurde am 31. März 1993 geschlossen.[5]

Weblinks[Bearbeiten]

Quellen[Bearbeiten]

  1. Sylvia Paletschek: Die permanente Erfindung einer Tradition. Steiner, Stuttgart 2001, ISBN 3-515-07254-3, S. 43, Anm. 29.
  2. 150 Jahre IHK Reutlingen.
  3. Kraft- und Dampfmaschinen.
  4. Kurzinfo
  5. Tübinger Stadtchronik von 1993


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