Außenstelle Weißenau der Universität Tübingen

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Die Außenstelle Weißenau der Universität Tübingen befasste sich in Ravensburg-Weißenau von 1959 bis 1992 mit Astronomie und von 1983 bis 2001 mit Neuropsychologie. Sie wurde im April 2001 aufgelöst. Sie geht auf ein ehemaliges Max-Planck-Institut für Aeronomie zurück, das während des zweiten Weltkrieges aus dem von Bomben bedrohten Friedrichshafen auf eine abgelegene Waldwiese in der Rasthalde bei Weißenau verlegt worden war.[1]

Vorläuferinstitut: Metereologische Höhenmesstechnik[Bearbeiten]

In Weißenau wurde bis zum Tod des damaligen Direktors, Prof. Erich Regener (* 12. November 1881; † 27. Februar 1955), unter anderem an der Entwicklung von Höhenmesstechniken z.B. mit Hilfe von Ballonen und V2-Raketen gearbeitet. Regener hatte unterstützt vom Reichsluftfahrtministerium am 1. Januar 1938 in Friedrichshafen am Bodensee die private Forschungsstelle für Physik der Stratosphäre gegründet, die am 30. Mai 1938 in die Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft eingegliedert wurde. Nach der Zerstörung des Instituts bei einem alliierten Luftangriff im Jahre 1944 setzte Regener seine Forschungsarbeit in provisorischen Gebäuden in Weißenau fort, aus dem 1952 das Max-Planck-Institut für Physik der Stratosphäre hervorging. Dieses Institut ist eine der beiden Wurzeln des heutigen Max-Planck-Instituts für Sonnensystemforschung.

Regeners Forschungen zur Stratosphäre waren auch für die Raketentechniker um Wernher von Braun von Interesse. Um die Flugbahn der Raketen berechnen zu können, benötigte man genaue Daten. In einem gemeinsamen Projekt mit der Heeresversuchsanstalt in Peenemünde entwickelte Regener neue Instrumente, die mit einer A4-Rakete in eine Höhe von 50 km transportiert werden sollten. Dort sollte die Regener-Tonne genannte Instrumentenkapsel abgesprengt werden und an einem Fallschirm zur Erde zurückkehren. Bis zum Kriegsende kam es aber nur zu einem erfolgreichen Probeflug mit einer Attrappe der Regener-Tonne.[2]

1949 übernahm die Max-Planck-Gesellschaft die Forschungsstelle, die 1952 zum Max-Planck-Institut für Physik der Stratosphäre wurde. Mit der Berufung des Göttinger Professors Julius Bartels 1955 zum neuen Direktor ging die Verlagerung des Instituts an den Standort Lindau am Harz einher, wo bereits das Institut für Ionosphärenforschung ansässig war. Nach dem Umzug des Instituts in den Harz, verblieben einige der Abteilungen in Weißenau. Diese wurden dem Astronomischen Institut der Universität Tübingen zugeordnet, da die Universitäten Konstanz und Ulm damals noch nicht existierten.

Physik der Atmosphäre, Hagelforschung und Radioastronomie[Bearbeiten]

1959 wurde das Gelände vom Astronomischen Institut der Universität Tübingen mit der Bezeichnung "Außenstelle Weißenau" übernommen. Es gab eine Abteilung für Physik der Atmosphäre und eine für Radioastronomie. Die Trennung der Aufgaben dieser Abteilungen wurde ziemlich streng gehandhabt. Daher waren auch zwei mechanische Werkstätten mit je vier Mitarbeitern vorhanden. Die Atmosphärenphysiker hatten ca. sechs feste Mitarbeiter. Die Radioastronomen hatten fünf feste Mitarbeiter. Es waren aber immer auch einige Doktoranden und Diplomanden aus Tübingen anwesend. Auf dem Gelände gab es sogar eine Kantine, die Mittagessen servierte.

Physik der Atmosphäre und Hagelforschung[Bearbeiten]

Die Arbeitsgruppe Physik der Atmosphäre um Prof. Richard Mühleisen wurde 1959 von Tübingen nach Weißenau verlegt.[3] Prof. Mühleisen war auch als Hagelforscher oder Hageljäger bekannt, denn in Weißenau erprobte er eine Methode, die auch sowjetische Meteorologen nutzen wollen, um den von Obstbauern gefürchteten Hagel zu bekämpfen: Sie impfen von Gewitterwolken mit Silberjodid. Dabei wird Silberjodid von Raketen oder Flugzeugen in oder unter die Gewitterwolke gebracht und dort fein zerstäubt. Die Silberjodid-Partikel sollen in der Wolke nach oben getragen werden und dort zu einer explosionsartigen Vermehrung der "Hagelembryonen" führen. Dadurch soll die Wolke naß und schadlos abregnen.[4]

Zwei ehemalige Militär-Schulungsflugzeuge standen im Dienst der Weißenauer Hageljäger abrufbereit, wenn sich in der Nähe Wolken türmten. Die meisten Ravensburger Obstbauern unterstützen den Professor, durch die Bezahlung von 10 DM pro Tonne Tafelobst. Dafür ersparten sie sich die als teuer verschriene Hagelversicherung. Aber die Obstbauern in Tettnang im benachbarten Bodensee-Kreis waren sauer auf den Silberjodid-Professor: Seine Wolkenimpferei hätten nicht nur dazu geführt, daß die Hagelkörner größer geworden seien sondern auch über Tettnang niedergegangen seien. Dagegen konnten auch die herkömmlichen Tettnanger Hagelkanonen nichts ausrichten.[4]

Diese Forschungsabteilung blieb bis zum Tod von Prof. Mühleisen († 1988) in Weißenau.[3]

Radioastronomie[Bearbeiten]

Heinrich Siedentopf war Professor für Astronomie an der Universität Tübingen. Er interessierte sich sehr für die Radioastronomie. Nach bescheidenen Anfängen auf dem Institutsgelände in Tübingen mit einer Empfangsanlage zu täglichen Registrierung der Sonnenstrahlung bei 8 cm Wellenlänge sah er Möglichkeiten für einen zeitgemäßen Ausbau in Weißenau. Mit eigenen Kräften wurde dort als erstes 1960-61 ein feststehender 26 m Parabolspiegel und in einer daneben stehenden Messhütte die zugehörige Messanordnung für 610 MHz mit parametrischen Verstärker aufgebaut.[3]

Den weiteren Ausbau der Radioastronomie in Weißenau übernahm Dr. Hans Urbarz. Unter ihm wurde der Radiospektrograh für die Sonnforschung aufgebaut, um die durch Ausbrüche der Sonne hervorgerufene spontane Burststrahlung zu registrieren. Der Radiospektrograph hatte ein kardanisch gelagertes Antennensystem und einen Messbereich von 56 cm bis 6.5 m Wellenlänge. Die längeren Wellen wurden von den zwei Antennengruppen erfasst, die zu beiden Seiten des 7 m Parabolspiegels aufgebaut waren. Die Antennen konnten der täglichen Bahn der Sonne automatisch nachgesteuert werden. Die Messkabine enthielt den Rechner für die Nachführung und das Radiometer sowie die Registriervorrichtung. Es wurde mit einer Kamera auf handelsüblichem 35 mm Kinofilm registriert, der das Bild eines Oszilloskops aufnahm. Damit war Weißenau in der Solaren Radioastronomie für einige Jahre an der Spitze in Europa.[3]

Nach dem Tod von Dr. Urbarz wurde die Radioastronomie in Weißenau 1992 eingestellt. Die Geräte waren zu diesm Zeitpunkt bereits alle veraltet. Sie wurden verschrottet. Von der Radioastronomie ist heute nichts mehr zu sehen.[3]

Experimentelle und Klinische Neuropsychologie[Bearbeiten]

Professor Dr. Bruno Preilowski zog 1983 mit seinen Mitarbeitern in die Räume des astronomischen Instituts und ehemaligen Max-Planck-Instituts für Aeronomie bei Ravensburg-Weißenau. Nach vierjähriger, vergeblicher und für die Beteiligten frustrierenden Bemühungen, Räume in Tübingen zu finden, ergaben sich durch die Pensionierung des Hagelforschers Professor Mühleisen, Räumlichkeiten in der Außenstelle in Weißenau, die für die Arbeitsgruppe von Preilowski nutzbar gemacht werden konnten. Ausschlaggebend dafür, der provisorischen Auslagerung nach Ravensburg-Weissenau zuzustimmen, war das Angebot des Neurochirurgen Professor Reulen und des Neurologen Professor von Büdingen vom St. Elisabethenkrankenhaus, Forschung und Lehre im Bereich der Klinischen Neuropsychologie zu unterstützen. Beide waren und sind auf ihren Fachgebieten international bekannt und ihr Interesse und kollegiale Unterstützung waren eine große Hilfe für die geplanten Unternehmungen in der neu orientierten Außenstelle. Aus einer als provisorisch geplanten Unterbringung wurde ein längerfristiges Experiment, dessen Ergebnisse unterschiedlich bewertet werden. Er kam 1972 aus dem Labor des berühmten Neurobiologen Roger W. Sperry am California Institute of Technology an die Universität Konstanz. In Sperrys Labor hatte er mit sogenannten Split-Brain Patienten gearbeitet. Aber auch mit Rhesusaffen, an denen die Techniken der Split-Brain Operation zur Therapie von schweren, medikamentös nicht zu beherrschenden Epilepsien entwickelt wurden.

Sperry hatte 1981 den Nobelpreis für Medizin oder Physiologie für seine Arbeiten zur Gehirnasymmetrie erhalten, deren Ergebnisse über die unterschiedlichen sich ergänzenden Funktionen der beiden Gehirnhälften heute schon Teil des Allgemeinwissens geworden sind. Preilowskis Beitrag bestand aus der Beschreibung von bislang unbekannten Funktionen der vorderen Anteile des Balkens (Corpus callosum), eines dicken Nervenfaserbündels, das die beiden Großhirnhälften unmittelbar miteinander verbindet.

Split-Brain Untersuchungen[Bearbeiten]

Frontaler Schnitt durch ein menschliches Gehirn. Nr. 19 ist der Corpus callosum

Split-Brain bezeichnet den Zustand eines gteilten Gehirn nach der neurochirurgischen Durchtrennung des Corpus callosum, das die beiden Hirnhemisphären miteinander verbindet. Den Eingriff selbst bezeichnet man als Callosotomie. Sie wird heute nur selten, als letzte Lösung zur Behandlung der Epilepsie angewandt. Durch die Durchtrennung des Corpus callosum soll verhindert werden, dass sich Anfälle von einer Hirnhälfte in die andere ausbreiten. Infolgedessen ist das Risiko für Stürze und daraus resultierende Verletzungen verringert. Die Häufigkeit von epileptischen Anfällen kann durch diese Operation deutlich reduziert werden.[5][6][7]

Preilowski konnte er als erster nachweisen, daß auch die rechte Hemisphäre der Split-Brain Patienten nichtsprachliche, emotionale Funktionen besitzt, die auf typisch menschliches Bewußtsein schließen lassen. An der Universität Konstanz hatte er ein Labor aufgebaut, in dem wie in Sperrys Arbeitsgruppe die Möglichkeit bestand, zwischen dem Labor und der Klinik hin- und herzuwechseln und Untersuchungen sowohl mit Tieren als auch Menschen durchzuführen.

Dieses Vorgehen sollte auch nach seiner Berufung an die Universität Tübingen praktiziert werden. Aber es ergaben sich Schwierigkeiten, für ihn als Psychologen in einer Fakultät für Sozial- und Verhaltenswissenschaften, adäquate naturwissenschaftlich nutzbare Räumlichkeiten bereit gestellt zu bekommen. Während in Konstanz noch unter Mitarbeit von Preilowski ein zentrales Tierlabor geplant und dann wenn auch in einer wesentlich reduzierten Ausführung gebaut wurde, war die Universität Tübingen zu einer solchen Investition nicht bereit.

Preilowski hatte den Ruf nach Tübingen angenommen, da ihm als jungen Wissenschaftler keine Möglichkeit zu einer Hausberufung auf eine Professorenstelle in Konstanz offen stand. Normalerweise muss ein Wissenschaftler in Deuschland, nachdem er sich mit der Habilitation für ein Professorenamt qualifiziert hat, diese Universität verlassen. Wenn es gut geht, kann er eine Professur an einer anderen Universität ergattern. Aber nicht alle bekommen diese Chance. Preilowski sagte: "Es haben schon bessere, erfahrenere Kollegen trotz - ja manchmal könnte man sogar sagen wegen - ihres großen Einsatzes für die Universität und für eine vernünftige Lehre und Forschung ihre akademische Karriere begraben müssen, weil sie nicht an der Universität bleiben durften, an der sie soviel investiert hatten, und weil sie innerhalb der gesetzten Fristen keine andere Stelle fanden."[8]

So entwickelte sich aus dem Provisorium das eigentliche Experiment der Außenstelle: Studenten hatten in Weißenau die Möglichkeit, in Kompaktkursen und Praktika direkten Einblick in die Experimentelle und Klinische Neuropsychologie zu erhalten. Ferner konnten Diplomkandidaten nach dem Abschluß der mündlichen Prüfungen ein halbes Jahr im Wohnheim der Außenstelle zusammen mit Doktoranden kostenfrei wohnen und gemeinsam im Labor oder in den Kliniken ihre Untersuchungen für die Examensarbeiten anfertigen. Es schien eine ideale Verwirklichung der Humboldtschen Idee von der Gemeinschaft von Lehrenden und Lernenden, erweitert durch die Gemeinschaft der Kliniker und Experimentatoren, möglich zu sein. Etwas später wurde diese innovative Form der Ausbildung noch durch Professor Fröscher und seine neurologische Abteilung sowie die Kollegen des psychiatrischen Landeskrankenhauses Weißenau unterstützt. Auch der Nachfolger von Professor Reulen am St. Elisabethenkrankenhaus, Herr Dr. Pöll, war eine große Hilfe für die Arbeitsgruppe im Rahlenwald. Preilowski sagte: "Insgesamt ist es vielen Personen, mehr als ich jetzt spontan aufzählen kann, zu danken, daß das Experiment Außenstelle Weißenau überhaupt funktionierte. Dazu gehörten auch die technische Unterstützung durch die Fachhochschule und die Universität Konstanz genauso wie Hilfeleistungen einzelner Verwaltungsangestellter, Psychologen und Ärzte, die wir oft mit unkonventionellen Wünschen konfrontieren mussten."[8]

Tierhaltung[Bearbeiten]

Ein Rhesusaffe hinter Gittern

Das Projekt war aber nur partiell erfolgreich: Es ist nicht gelungen, Forschungsgeldgeber davon zu überzeugen, dass Experimente mit Primaten - wie Rhesusaffen - nicht in einer ex-und-hopp Manier durchzuführen sind. Wenn man mit hochentwickelten Tieren experimentiert, ist es wichtig, ihre Lebens- und Lerngeschichte zu kennen. Man muß sicherstellen können, daß diese Tiere ihr volles Potential während der Entwicklung entfalten konnten. Aussagen über Gehirnfunktionen, die letztlich dem Verständnis unseres eigenen Gehirns dienen sollen, kann man nicht auf Untersuchungen mit Tieren basieren, die durch einen belastenden Tierhandel, die Quarantäne, durch lange Transporte oder durch eine Haltung unter reizverarmten und streßvollen Bedingungen traumatisiert und behindert wurden. In der Weißenauer Tierhaltung wurde versucht, die Zuchtbedingungen so gut wie möglich zu gestalten und eine Verbindung von Experiment und Tierhaltung herzustellen, die beispielsweise den Tieren erlaubte, die Testaufgaben im Laufe des Tages selbständig zu beginnen und durchzuführen.

In mancherlei Hinsicht konnten vergleichsweise großzügige Außengehege durchgesetzt werden. Aber letztlich wurde die Haltung einer Tierkolonie als finanziell bedrohliche, langfristige Festlegung angesehen, die alle potentiellen Geldgeber vermeiden wollten. Es ist im Prinzip das gleiche Problem wie die sattsam bekannte Tatsache, daß es viel leichter ist, riesige Summen für ein Gerät zu bekommen, als noch nicht einmal annähernd soviel Geld für Gehälter von Personal. Preilowski sah darin auch eine gewisse Scheinheiligkeit bezüglich Tierexperimenten. Viele Stiftungen und Preise werden jährlich vergeben für Bemühungen, Tierexperimente zu ersetzen - ohne Zweifel ein lobenswerter Einsatz - aber es gibt keinen einzigen Preis und keinerlei Unterstützung für diejenigen, die durch artgerechteres Experimentieren versuchen, verlässlichere wissenschaftliche Ergebnisse zu erarbeiten, dabei die Tiere auch viel weniger zu belasten und letztlich dadurch auch die Anzahl der benötigten Versuche zu verringern.

Finanzielle Situation[Bearbeiten]

Das Experiment Außenstelle ist letztlich an der Unfähigkeit gescheitert, die Gelder für eine personelle Grundversorgung zu sichern. Der Versuch, dieses Problem mit studentischen Hilfskräften zu lösen, versagte spätestens dann, als sich immer mehr abzeichnete, daß die Studierenden immer weniger in der Lage zu sein schienen, sich dem Studium und einer wissenschaftlichen Hilfskrafttätigkeit voll zu widmen. Viele sind spätestens im Hauptstudium bereits erwerbstätig, haben oft Familie und Kinder, deren Betreuung sie sich mit dem Ehepartner teilen; und - was für das Experiment Außenstelle von besonderer Bedeutung ist - sie sind ortsgebunden und nicht mehr bereit oder in der Lage, sich für eine gewisse Zeit in der Außenstelle nur ihrer Ausbildung zu widmen.

Prof. Preilowski sagte: "Forschung - genauso wie Lernen - ist das Aufspüren von Zusammenhängen, das Herstellen von Beziehungen, und dazu braucht es eine Mindestmenge an kontinuierlicher, intensiver Beschäftigung mit der Materie, sonst wird man nie richtig heiß, und erreicht nicht den kritischen Punkt, an dem man zündet, d.h., an dem man deutlicher sieht, wie man der Antwort auf ein Problem oder eine spezifische Fragestellung näher kommen kann."[8] Hier sah Preilowski auch ein generelleres Defizit in der universitären Ausbildung, denn auch in Tübingen gibt es das Problem, daß Mitarbeiter und Studenten nicht kontinuierlich an einem Problem arbeiten können. Wenn das Studieren und Experimentieren nur zu einer belastenden Nebensache wird, die einen davon abhält, den Lebensunterhalt zu verdienen, man also nur ab und zu in der Woche im Labor auftaucht, fängt man jedes Mal von Neuem an. Die oft beklagten verlängerten Studienzeiten sind eine direkte Folge dieser Problematik. Aber für die Politiker ist es natürlich viel einfacher, das Problem auf die faulen Professoren zu schieben. Und doch sollte jedem klar sein, daß nicht die Vorlesungen für den Erfolg eines Studiums entscheidend sind, sondern das direkt angeleitete möglichst selbständige Arbeiten und Lernen, so wie es zumindest für einige Zeit in der Außenstelle möglich war.

Umzug nach Tübingen[Bearbeiten]

Der Umzug nach Tübingen fand 2001 statt. Er wurde allerdings dadurch behindert, dass die als neuer Unterbringungsort vorgesehene umzubauende alte Frauenklinik immer noch als solche genutzt wurde, und erst drei Jahre später zum neuen Psychologischen Institut der Universität wurde. Damit ging es erneut in eine provisorische Unterbringung mit den entsprechenden Raumproblemen. Und daher konnten auch eine Reihe von Einrichtungsgegenständen nicht nach Tübingen umgezogen werden, zumal kein Platz zur Einlagerung vorhanden war.

Heutige Nutzung[Bearbeiten]

Das Gelände wurde 2009 von einer Forschungsstation für Waldforschung der Universität Tübingen genutzt.[3] Das Gelände wird heute von einem Forstmaschinenbetrieb des Regierungspräsidiums Tübingen genutzt.

Quellen[Bearbeiten]

  1. Die Außenstelle Weißenau der Universität Tübingen.
  2. Erich Regener auf Wikipdia.
  3. 3,0 3,1 3,2 3,3 3,4 3,5 Günther Müller: Solare Radioastronomie in Weissenau.
  4. 4,0 4,1 Eis aus dem Fahrstuhl: Das schwerste Unwetter des Jahres suchte die Münchner Region heim. Hätte sich der zerstörerische Hagelschlag abwenden lassen?
  5. Split Brain auf Wikipedia.
  6. Fuiks et al.: Seizure outcome from anterior and complete corpus callosotomy. J Neurosurg. 1991 Oct, PMID 2002370
  7. Oguni et al.: Anterior callosotomy in the treatment of medically intractable epilepsies: a study of 43 patients with a mean follow-up of 39 months. Ann Neurol. 1991 Sep, PMID 1952824
  8. 8,0 8,1 8,2 Ein fast gelungenes Experiment - Nach einem Interview zur Schließung der Aussenstelle Weißenau in Ravensburg für die lokale Presse, das nur in Ausschnitten veröffentlicht wurde - 19. März 2001.

So sieht's der Pilot eines Hagelfliegers[Bearbeiten]